© Marko Förster

Kunst und Geschichte am Malerweg

Die Sächsische Schweiz und die Maler: Das ist eine spannende Geschichte! Sie beginnt Mitte des 18. Jahrhunderts mit Johann Alexander Thiele, dem ersten bedeutenden Landschaftsmaler, der sich der Felsenwelt widmet. Auch die Gründung der Kunsthochschule Dresden fällt in diese Zeit. Die merkwürdige Landschaft vor den Toren der Stadt wird zu einem beliebten Studienobjekt. Und das ist sie bis heute geblieben.

Ausstellungen, Künstlerateliers und Schautafeln entlang des Malerwegs laden ein zu einer Reise durch die große kunst- und kulturgeschichtliche Vergangenheit der Region bis in die Gegenwart. Und mit etwas Glück trifft man unterwegs einen zeitgenössischen Landschaftsmaler bei der Arbeit.

Wie alles begann.

Eine Landschaft wird Pilgerort und Studienobjekt.

© Sammlung U.u.D. Hasse, Nationalpark Sächsische Schweiz
© Sammlung U.u.D. Hasse, Nationalpark Sächsische Schweiz

Eigentlich beginnt die künstlerische Entdeckung des Elbsandsteingebirges bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Schon damals trug Johann Alexander Thiele mit seinen Landschaftsgemälden dazu bei, die Schönheit der malerisch zerklüfteten Landschaft bekannt zu machen.

Ebenso Bernardo Bellotto, berühmt als "Canaletto", der wie Thiele als Hofmaler im Dienste des sächsischen Kurfürsten stand. So richtig in Mode kam die Region als Studienobjekt jedoch erst später im 18. Jahrhundert.

Zunächst kamen die Maler der Dresdner Kunstakademie, darunter die Schweizer Adrian Zingg und Anton Graff, denen vermutlich der Name „Sächsische Schweiz“ für den sächsischen Teil des Elbsandsteingebirges zu verdanken ist. Die Landschaft passte einfach perfekt zum ästhetischen Ideal der Zeit: Das „Erhabene“ und das „Schöne“ – gemäß der damals gängigen ästhetischen Theorien – verschmelzen hier geradezu exemplarisch zum „Pittoresken“.

Die Region wird zu einem Mekka, einem genreübergreifenden Studienobjekt. Caspar David Friedrich, Johann Christian Clausen Dahl, Carl Gustav Carus, Ludwig Richter, Carl-Maria von Weber, Richard Wagner, Mary Shelley, William Turner, Hans Christian Andersen und viele mehr: Die Liste prominenter Besucher der Region liest sich wie das Who-is-Who der europäischen Romantik.

Ein Weg entsteht, wird vergessen und wiederentdeckt

Bald kristallisieren sich Lieblingspfade heraus. Diese verschmelzen zu einer idealen Route durch die Region. Mit dem Bau der Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts gerät sie in Vergessenheit. Etwa 100 Jahre später gibt es einen ersten Versuch, die historische Route wiederzubeleben. Sie bekommt den Namen Malerstraße, später »Historischer Malerweg«.

Der Tourismusverband knüpft daran an, optimiert die Routenführung und ergänzt einen linkselbischen Teil. So kann 2006 ein Etappenwanderweg eröffnet werden, der mit seinen zahlreichen bewegenden Landschaftseindrücken heutige Besucher ebenso verzaubert, wie einst die Künstler der Romantik: der Malerweg Elbsandsteingebirge. Er beginnt in Pirna-Liebethal, führt durch den Nationalpark bis zur tschechischen Grenze und auf der anderen Elbseite über fünf Tafelberge zurück nach Pirna.

Wegweiser mit der Aufschrift „Malerweg“ oder einem schwungvollen „M“ (schwarz auf weißem Grund) zeigen die Richtung. Ein roter Punkt neben dem „M“ signalisiert, dass man auf der historischen Route wandert. Ursprünglich wurde die Länge des Malerwegs mit 112 Kilometern angegeben. Heute spricht man von 116. Ursache der Differenz sind die Fehlerquellen der verschiedenen analogen und digitalen Erfassungsmethoden. Letztlich dient die Länge ohnehin nur zur Orientierung. Die nützlicheren Richtwerte sind die auf Wegweisern angegebenen durchschnittlichen Gehzeiten.

© Sebastian Thiel

Kunst unterwegs

Schautafeln am Malerweg, eine kostenlose App mit spannenden Details zur Geschichte und andere Angebote erwecken die Kunst zum Leben

© Marko Förster
Frau mit Rucksack betrachtet eine Infotafel vor historischen Gebäuden und einer Kirche.
© Sebastian Thiel

Kunsthistorische Schautafeln

Kunsthistorische Schautafeln

Am Malerweg Elbsandsteingebirge sind seit 2012 an 18 Standorten entlang des Malerweg Elbsandsteingebirge kunsthistorische Schautafeln zu sehen.

Wo einst berühmte Gemälde, Zeichnungen und Stiche entstanden, werden eben diese Werke gezeigt und erläutert. Das Wandern auf dem Malerweg wird so auch zu einem kulturellen Erlebnis. Jede Tafel zeigt eine besonders bedeutende künstlerische Darstellung des jeweiligen Abschnittes des Wanderweges.

Begleitende Texte auf deutsch, tschechisch und englisch liefern kompakte Hintergrundinformationen.

 

Kupferstich einer Landschaft mit Felsen, Bäumen und einem kleinen Fluss; Menschen und Tiere sind sichtbar.
© Sammlung U.u.D. Hasse, Nationalpark Sächsische Schweiz

Inspirierende Landschaften

An diesen Orten entlang des Malerwegs haben die Künstler gemalt.

Zwei Smartphones zeigen eine Kartenansicht und Bilder von Landschaften vor einer Felslandschaft.
© TRACK App Malerweg

Tipp 1

Digitaler Wanderführer auf dem Malerweg 

Mit TRACK wird Ihr Malerweg-Erlebnis noch intensiver: Erhalten Sie detaillierte Einblicke in Natur, Kultur und Geschichte entlang der aller acht Etappen und entdecken Sie dabei über 100 faszinierende Highlights entlang der Strecke. Mit mehr als 5 Stunden hochwertigem Audiomaterial begleitet Sie TRACK auf 116 Kilometern durch die malerische Sächsische Schweiz – für ein informatives und immersives Wandererlebnis, das Sie mit jedem Schritt noch tiefer in die Landschaft eintauchen lässt.

Blick auf eine belebte Straße mit historischen Gebäuden und Menschen, die sich versammeln.
© A. Meurer

Tipp 2 

Historisches Canalettobild

Tipp: Jedes Jahr Ende April trifft darstellende Kunst in Pirna auf historische bildende Kunst! „Der Marktplatz zu Pirna“ – ist die bekanntesten der elf Veduten des königlich-sächsische Hofmaler Bernardo Bellotto (Canaletto).
Dieses Bild wird nachgestellt, denn die Hintergrundkulisse der Pirnaer Altstadt ist fast unverändert. Mit Darstellern, Hunden und Pferden gelingt eine kleine Zeitreise ins Jahr 1750. 

Haus des Malers Robert Sterl mit rotem Satteldach, umgeben von Bäumen und einem gepflegten Garten.
© Sebastian Thiel

Tipp 3

Robert Sterl Haus

Die Besonderheit des Robert-Sterl-Hauses, an der 8. Etappe des Malerweg gelegen, liegt darin, dass es eines der wenigen original erhaltenen Künstlerwohnhäuser Deutschlands ist! Im original erhaltenen Wohnhaus des bedeutenden Impressionisten sind neben einer wechselnden Auswahl von Bildern aus dem umfangreichen Nachlass Sterls in Sonderausstellungen auch Werke zeitgenössischer Künstler zu sehen.

 

Kunst damals

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts ist die Sächsische Schweiz ein beliebtes Ziel für Maler. Bedeutende Künstler haben sich hier inspirieren lassen. 

© Sammlung U.u.D. Hasse, Nationalpark Sächsische Schweiz
Landschaft mit hohen Bäumen, einer Gruppe von Menschen und sanften Hügeln im Hintergrund.
© Sammlung U.u.D. Hasse, Nationalpark Sächsische Schweiz

Von Adrian Zingg über Caspar David Friedrich bis zu Robert Sterl

Diese Künstler waren im Elbsandsteingebirge unterwegs.

Die hier vorgestellten Bilder sind bei den Wanderfreundlichen Gastgebern am Malerweg und in den Informationsstellen entlang der jeweiligen Etappe als Sammelpostkarten gratis erhältlich.

Landschaft mit einem Berg im Hintergrund, einem See und Bäumen im Vordergrund, sanftes Licht und Wolken.
© Estel/Klut, Staatliche Kunstsammlung Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister

Johann Alexander Thiele

Thiele (*26. März 1685 in Erfurt, † 22. Mai 1752 in Dresden) war zu seiner Zeit hochberühmt und ist heute zu Unrecht weitgehend vergessen. Er war als kursächsischer Hofmaler Augusts III. in Dresden tätig und schuf zahlreiche Ansichten des albertinischen Sachsen, die u. a. das Elbtal zwischen Meißen, Dresden und Pirna bis zur Festung Königstein zeigen.

Als Lehrer begründete er eine reiche Tradition sächsischer Landschaftsmalerei. Das abgebildete Gemälde der Festung Königstein zeigt trotz des noch typisch barocken Reichtums an topografischen und figürlichen Details schon einige Züge romantischer Landschaftsdarstellung.

Historische Stadtansicht von Pirna mit Gebäuden, Türmen und einer belebten Straße.
© Klut, Staatliche Kunstsammlung Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister

Bernardo Bellotto (Canaletto)

Canaletto (*20. Mai 1722 in Venedig, † 17. Oktober 1780 in Warschau) war der Schüler seines berühmten Onkels Antonio Canal, dessen Namen er übernahm. Er übersiedelte 1745 von Italien nach München, 1746/47 nach Dresden und ging 1759/60 nach Wien. Seine Veduten verbinden malerische Atmosphäre mit genauer Detailschilderung von hohem dokumentarischem Wert. In der Sächsischen Schweiz schuf er eine Serie von Ansichten Pirnas und der Festung Königstein.

Die abgebildete Ansicht des Pirnaer Marktplatzes bezeugt, wie exakt Bellotto die Einzelheiten erfasste. Hierfür nutzte er eine »Camera obscura«, die als Nachbau heute in der Touristinfo besichtigt werden kann.

Landschaft mit Fluss, Bergen im Hintergrund und Personen, die am Ufer arbeiten. Sepiatöne dominieren das Bild.
© Sammlung U.u.D. Hasse, Nationalpark Sächsische Schweiz

Adrian Zingg

Adrian Zingg (* 15. April 1734 in St. Gallen, † 26. Mai 1816 in Leipzig) erhielt seine künstlerische Ausbildung zuerst bei seinem Vater, dann beim Berliner Vedutenmaler Alberli und später in Paris. Er kam 1766 als kurfürstlicher Hofkupferstecher und Lehrer an die neu gegründete Kunstakademie nach Dresden. Bei Fußwanderungen durch das Elbsandsteingebirge fertigte er zahlreiche Zeichnungen an, nach denen Sepiablätter, Kupferstiche und Radierungen entstanden. Zingg gilt als Wegbereiter der neueren Dresdner Landschaftsmalerei. Der hier abgebildete Sepia-Kupferstich zeigt, wie Zingg einerseits nach topografischer Genauigkeit strebt, doch andererseits Wesenszüge der Objekte und Landschaftselemente in manieristischer Weise überhöht.

Felslandschaft mit hohen Felsen und Nebel..
© Belvedere, Wien

Caspar David Friedrich

Caspar David Friedrich (* 5. September 1774 in Greifswald; † 7. Mai 1840 in Dresden) ist der wohl bedeutendste Maler der deutschen Romantik. Die Landschaft der Sächsischen Schweiz inspirierte ihn bei seinen Wanderungen zu symbolträchtigen Landschaftsdarstellungen.

Sein bekanntestes Werk, „Der Wanderer über dem Nebelmeer“, gilt als Inbegriff der Romantik. Es entstand im Jahre 1818 und kann heute in der Hamburger Kunsthalle bestaunt werden. Weitere Werke befinden sich in der Gemäldegalerie "Neue meister" in Dresden.

Mehr Infos über C.D. Friedrich
Blick aus einer Höhle auf eine Landschaft mit Bäumen und Bergen im Hintergrund, Menschen stehen im Vordergrund.
© Sammlung U.u.D. Hasse, Nationalpark Sächsische Schweiz

Johann Carl August Richter

Johann Carl August Richter (* 29. März 1785 in Dresden, † 1853 in Dresden) war Landschafts- und Architekturzeichner, Maler, Radierer, Kupferstecher und Lithograf. Seine Bildmotive fand er besonders in Sachsen; die meisten seiner detailgetreuen Veduten zeigen Ansichten von Dresden und seiner Umgebung.

Er selbst stach/radierte nur die Umrisslinien und gab Anweisungen, wie darauf spezialisierte Hilfskräfte (wohl meistens Studierende an der Dresdner Kunstakademie oder Meißener Porzellanmaler) ein darüber zu legendes, feines Aquarell auszuführen hatten. Durch die Unterschiede in dieser Ausführung wurde letztlich jedes Blatt ein Unikat. Die kolorierten Ansichten waren vor allem als Mitbringsel für Fremde gedacht.

Landschaft mit sanften Hügeln, grünen Wiesen und einem hellen Himmel mit Wolken.
© Staatliche Kunstsammlung Dresden, Hoffmann

Ernst Ferdinand Oehme

Ernst Ferdinand Oehme (*1797 in Dresden, † 1855 in Dresden) gilt als bedeutender Maler der Spätromantik und war Schüler zweier herausragender Künstler der Romantik, des Norwegers Johann Christian Clausen Dahl und Caspar David Friedrichs.

Mit Ludwig Richter verband ihn eine enge Freundschaft. Er schuf zahlreiche poetische Landschaften mit reizvollen Lichtwirkungen.

Historische Mühle in einer ländlichen Umgebung, umgeben von Bäumen und Hügeln.
©  Sammlung U.u.D. Hasse, Nationalpark Sächsische Schweiz

Adrian Ludwig Richter

Adrian Ludwig Richter (* 28. September 1803 in Dresden, † 19. Juni 1884 in Loschwitz) gehörte zu den bedeutendsten, spätromantischen Künstlern Deutschlands. Schon während der Ausbildung bei seinem Vater zeigte sich sein Talent als Landschaftszeichner. Nach Reisen durch Frankreich und Italien unterrichtete er einige Jahre an der Zeichenschule der Königlichen Porzellan-Manufaktur Meissen und begann 1836 eine Lehrtätigkeit an der Dresdner Kunstakademie.

Weithin populär wurde er vor allem durch seine zahlreichen Illustrationsgrafiken, in denen er liebevoll das Leben der einfachen Leute wiedergibt. Der hier abgebildete Kupferstich zeigt Richters Begabung für idyllisch-detailreiche Schilderungen.

Sechs Arbeiter ziehen gemeinsam an einem Seil, um einen schweren Block zu bewegen.
© Jürgen Karpinski

Robert Sterl

Robert Sterl (* 23. Juni 1867 in Großdobritz, † 10. Januar 1932 in Naundorf) gilt als bedeutender deutscher Impressionist. Er wirkte ab 1906 als Professor an der Dresdner Kunstakademie und wurde berühmt durch seine Landschaften, Porträts, Steinbrecher- und Dirigentenbilder.

Von 1919 bis zu seinem Tode 1932 bewohnte er ein Wohn- und Atelierhaus in Naundorf. Heute ist es ein faszinierendes Museum, in dem u. a. der Nachlass des Künstlers verwaltet, aufbereitet und teilweise präsentiert wird. Im Gemälde »Steinbrecher« bringt Sterl die Wirkungen von Licht und Farbe in einer dynamischen Komposition eindrucksvoll zur Geltung.

Zeitgenössische Künstler am Malerweg

Auch heute noch ist der Malerweg Inspiration für Künstlerinnen und Künstler der Region. 

© Marko Förster
Künstlerin mit kurzem, grauem Haar steht neben einer Druckmaschine, umgeben von Druckmaterialien und einem gerahmten Kunstwerk.
© Claudia Pinkau

Galeriewerkstatt Ansichtssache Pirna

Galeriewerkstatt Pirna Malerei, Grafik und mehr: Heike Küchler und Claudia Pinkau haben mit ihrer Galeriewerkstatt »Ansichtssache« in Pirna einen Raum für Kunst und Kreativität geschaffen.

Am Kirchplatz 5, neben der Marienkirche, zeigen sie Werke vom Malerweg und geben Kurse zur Landschaftsmalerei. Jeden Freitag von 14 bis 18 Uhr sowie von April bis Dezember auch Samstag von 10 bis 14 Uhr laden sie Interessierte zur offenen Werkstatt ein.

Künstlerin mit kurzem Haar hält ein Buch in einem Raum mit bunten Bildern und Pflanzen.
© Agentur Projekt40/Jeanette Koch

Atelier am Malerweg - molière artdesign

Besuchen Sie Andrea Molière in ihrem Atelier in Lohmen, direkt am Malerweg und lassen Sie sich von ihrer „individuellen Kunst mit Herz“ verzaubern. Genießen Sie die herrliche Atelier-Aussicht auf das Schloss Lohmen und die romantische Umgebung des Wesenitztals.

Sie wollen selbst kreativ werden? In individuell abgestimmten Einzel – oder Gruppenkursen lädt Andrea Molière in ihr Atelier oder wird mit Ihnen künstlerich aktiv entlang des Malerwegs.

Historische Schwarz-Weiß-Fotografie der Basteibrücke zwischen Felsen und Bergen.
© Hermann Krone Sammlung IAPP TU-Dresden

Fotografie am Malerweg

Eigentlich könnte der Malerweg Elbsandsteingebirge ebenso gut "Fotografenweg Elbsandsteingebirge" heißen. Die unglaubliche Motivdichte macht die Route zu einem Schlaraffenland für Lichtbildner. Gipfel überm Nebelmeer, Krüppelkiefern an Felswänden, Wasserläufe in wildromantischen Schluchten: Was die Maler fasziniert, reizt auch die Fotografen.

Mächtige Tafelberge im Sonnenuntergang, grasgrüne moosbedeckte Steine, einsame Felsnadeln vor atemberaubenden Panoramen: Die malerisch verwitterte Felsenwelt des Elbsandsteingebirges ist ein Füllhorn an spektakulären Motiven.

Die Elbsandsteinfotografie hat Tradition: Die erste Elbsandsteinaufnahme ist fast so alt wie die Fotografie selbst! Geschaffen wurde sie 1853 vom Dresdner Fotopionier Hermann Krone auf der Bastei, einem der beliebtesten Ausflugsziele der Sächsischen Schweiz. Daran erinnert eine Gedenktafel an ebendieser Stelle.

Unheimlich viel hat sich getan in den über 170 Jahren, seitdem er erstmals unter großen Mühen Aufnahmen vom Elbsandsteingebirge gemacht hat. Man zieht heute keine schweren Holzkameras auf Leiterwagen mehr durch den Wald. Was man zum Fotografieren braucht, passt in einen Rucksack oder – bei geringem Anspruch – sogar in die Gesäßtasche.

Geblieben ist die Faszination des Elbsandsteingebirges als Motiv – sowie die Aufgabe des Fotografen, mit geschultem Auge und Kreativität aus der unendlichen Vielfalt der Möglichkeiten genau das eine Bild zu finden. Keine noch so teure Kamera, keine Software kann von dieser Aufgabe entbinden. Und genau das ist das Faszinierende an der Landschaftsfotografie.

Fotografen schöpfen reichlich daraus. Hunderttausende Bilder sind auf Instagram und Facebook zu finden. Und Jahr für Jahr kommen neue Bildbände und Fotokalender vom Elbsandsteingebirge auf den Markt.

Blick auf die Landschaft mit einer Bank auf einem Felsen, umgeben von Bäumen bei Sonnenuntergang.
© Philipp Zieger

Fotowettbewerb: Lichtblicke am Malerweg

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Malerwegs wird ein Fotowettbewerb mit zwei Themen/Kategorien durchgeführt: „Der Malerweg im Wechsel der Jahreszeiten“ sowie „Historische Malerblicke – gestern & heute“. Der Wettbewerb lädt dazu ein, die Landschaft am Malerweg fotografisch zu entdecken. Sowohl in ihrer jahreszeitlichen Vielfalt als auch im Dialog mit historischen Bildauffassungen.

Die Prämierung der von der Jury ausgewählten Arbeiten wird im Rahmen der 10. Globetrotter Wandertage, am 19. September 2026, stattfinden. Darüber wird es im Anschluss eine Ausstellung der prämierten Fotografien im NationalparkZentrum Bad Schandau geben.

Der Fotowettbewerb richtet sich an alle Fotografie-begeisterten und Malerwegswanderer mit Fotografiefable.

Eine Hand hält einen Pinsel über eine Palette mit Wasserfarben, im Hintergrund sind Berge und Bäume.