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Rund um das Elbsandsteingebirge

Das Umland erkunden

Nicht nur die Sächsische Schweiz hat als Urlaubsregion viel zu bieten, auch die umliegenden Städte und Regionen locken mit vielfältigen Angeboten und tollen Erlebnissen. So ist Dresden vor allem als Kulturmetropole mit Semperoper, Frauenkirche und Zwinger beliebt. Das Sächsische Elbland ist besonders für seine Weinberge und die Porzellanstadt Meißen bekannt. Ihren ganz eigenen Reiz hat die benachbarte Böhmische Schweiz mit idyllischen Wanderwegen und der guten böhmischen Küche. Aber auch die Oberlausitz und das östliche Erzgebirge laden zu Tagesausflügen ein.

Dresden

Die Residenzstadt

Dresden bezaubert mit barocker Baupracht, zahlreichen Museen und einem umfangreichen Kulturangebot. Ob bei einem Bummel durch die schöne Altstadt, einem Kneipenabend im alternativen Szeneviertel Neustadt oder einem Theaterbesuch – die Stadt zieht alle Gäste in ihren Bann.

Nahe der Sächsischen Schweiz gelegen, lädt die Landeshauptstadt Dresden mit ihrer barocken Kulisse zu einem Bummel durch alte Gemäuer, prächtige Museen oder üppig grünende Gärten und Parks ein. Die von August dem Starken einst nach italienischen Vorbildern errichtete Residenzstadt bezaubert noch heute mit barockem Glanz und Jugendstilgrazie.

Die Museen der Stadt beherbergen bis heute Kunstschätze aus der Zeit Augusts des Starken. So empfängt in der Gemäldegalerie im Zwinger eine der schönsten Frauen der Welt ihre Besucher: Raffaels Sixtinische Madonna ist ebenso wie Dresden selbst inzwischen zum Mythos geworden. Der vergangene Glanz des einstigen Dresdner Hofstaates erwacht bei einem Besuch im Grünen Gewölbe zum Leben. Und auch die Schlösser Pillnitz und Moritzburg zeugen von der Macht- und Prunksucht des einstigen Kurfürsten.

Doch auch die Moderne hat in Dresden Einzug gehalten. Seit Anfang 2021 werden an zentraler Stelle direkt am Großen Garten mit dem VW ID.3 vollelektrische Autos der Zukunft produziert. Bei einem Rundgang in dieser Gläsernen Manufaktur können die Besucher den Fabrikanten dabei über die Schulter schauen. Alternativ und kreativ geht es dagegen im Szeneviertel der Dresdner Neustadt zu. Dort, wo heute vor allem Studierende und junge Familien wohnen, können die Gäste bei einem szenischen Kneipenbummel am Abend ganz nebenbei noch einen Eindruck von der alten Jugendstilpracht der Stadt bekommen.

Dresden ist am einfachsten mit der S-Bahn zu erreichen. Gäste, die über die Gästekarte mobil verfügen, lösen hierfür einfach eine Anschlussfahrkarte für eine weitere Tarifzone. Auch per Rad lässt sich die Landeshauptstadt über den Elberadweg bequem erkunden, der sich durch die gesamte Stadt schlängelt und viele Highlights miteinander verbindet. 

Dresden Elbland

Wein und Porzellan

Von Radebeul, über Meißen und Riesa bis Torgau, entlang der Elbe reihen sich die Ausflugsziele wie Perlen aneinander. Dort wo an den Steillagen oberhalb der Elbe der sächsische Wein reift, gibt es weit mehr als die Heimatstadt Karl Mays oder die ehemals Königliche Porzellanmanufaktur Meißen zu entdecken.

Der Elberadweg führt nicht nur in die Böhmische Schweiz, sondern über Dresden auch nach Radebeul, Coswig und Meißen direkt ins Dresden Elbland. Anstatt von felsigen Sandsteinformationen wird die Landschaft hier vor allem von den idyllischen Weinbergen des Sächsischen Anbaugebietes geprägt. Ob mit dem Rad, per Zug oder auf dem Wasser - eine Tour durch das an dieser Stelle wesentlich seichtere, im Sommer herrlich grünende Elbtal ist unbedingt empfehlenswert.

Entlang der Elbe finden sich auch flussabwärts zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die es zu entdecken gilt. So lädt die Karl-May-Stadt Radebeul beispielsweise in der Villa Shatterhand ein, sich auf die Fährte des berühmten Autors und seiner Welt amerikanischer Ureinwohner zu begeben, während in den kleinen gemütlichen Gasthäusern im benachbarten Altkötzschenbroda sächsische Weine ausgeschenkt werden.

Meißen bezaubert seine Gäste nicht nur mit seiner zauberhaften Altstadt und der Burg, sondern auch mit einer über 300-jährigen Tradition der Porzellanherstellung. Bei einem Besuch der Porzellanmanufaktur kann man bis heute sehen, wie das "weiße Gold" in liebevoller Handarbeit hergestellt und mit den traditionellen Meissener Motiven bemalt wird.

Mit dem Charme der Weinberge am Elbbogen lockt auch das idyllische Dörfchen Diesbar-Seußlitz. In einer der zahlreichen Lokalitäten können die Gäste hier sächsische Rebsorten probieren und gemütliche Gastlichkeit genießen - ganz egal ob zur Spargelzeit oder in der Federweißersaison.

Dresden Elbland ist entlang des Elberadwegs wunderbar per Rad zu entdecken. Der Rückweg in die Sächsische Schweiz kann bequem per S-Bahn erfolgen. Die S1 fährt in regelmäßigen Abständen zwischen Meißen über Dresden und Pirna bis Schöna.

 

Osterzgebirge

Bergbau trifft Uhrmacherhandwerk

Wie das Elbsandsteingebirge erstreckt sich auch das Osterzgebirge über deutschen und tschechischen Boden. Für Sportler gibt es hier vor allem im Winter unzählige Betätigungsfelder. Daneben locken die Geschichte der Bergbautradition sowie die Uhrmacherwerkstätten in Glashütte.

Von der Sächsischen Schweiz ist es ins Osterzgebirge nicht weit. Vom Bergbau geprägt, lockt diese Region nicht nur mit zahlreichen Sportmöglichkeiten, sondern auch mit vielen sehenswerten Ausflugszielen.

So kann man der alten erzgebirgischen Bergbautradition beispielsweise in Geising, Altenberg und Zinnwald auf die Spur kommen. Als Zeugen des Bergbaus laden hier heute zahlreiche Schaustollen zur Besichtigung ein. Auch Bergwerksmuseen zeigen die Geschichte des Zinn- und Silberabbaus im Erzgebirge und vermitteln einen lebendigen Eindruck von der schweren Arbeit „Unter Tage“.

Einen Einblick in die filigrane Kunst der Uhrmacher bekommen die Besucher im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte. Hier kann man sich sprichwörtlich auf eine Zeitreise von den Anfängen der sächsischen Uhrenindustrie im Jahr 1845 bis in die Gegenwart begeben und viel Wissenswertes über die Historie und die Fertigung der bekannten Traditionsunternehmen im Herzen von Glashütte erfahren.

Vor allem für Familien ist die Sommerrodelbahn in Altenberg ein großer Spaß. Mit rasanter Geschwindigkeit und in engen Kurven geht es hinab ins Tal. Besonders sportlich geht es auf der Rennschlitten- und Bobbahn in Altenberg zu. Sie zählt zu den anspruchsvollsten Kunsteisbahnen der Welt und ist das gesamte Jahr ein Anziehungspunkt für Sportler und Besucher. Mutige Besucher können im Sommer oder Winter selbst durch den Eiskanal düsen, im Sommer allerdings ohne Eis auf einem Bob auf Rädern.

Natürlich sind Wanderer und Wintersportler im Osterzgebirge ebenso an der richtigen Stelle. Mountainbiker finden zudem mit der Blockline 140 Kilometer Fahrspaß.

Oberlausitz

Sächsische Gemütlichkeit

In der Oberlausitz sind Gastfreundschaft und Gemütlichkeit zu Hause. Idyllische Landschaften, alte Umgebindehäuser, leckeres Essen und romantische Kleinstädte heißen ihre Gäste in unmittelbarer Nähe zur tschechischen und zur polnischen Grenze willkommen.

Die Oberlausitz empfängt ihre Gäste im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien mit typisch sächsischer Gastfreundschaft und einem vielseitigen Kulturangebot. Letzteres ist hier untrennbar mit der Geschichte der Sorben verbunden. Die Sprache und Traditionen dieses kleinen slawischen Volkes durchdringen die Gegend bis heute und tragen zur kulturellen Vielfalt der Region bei.

Wichtig für den Entwicklung der Oberlausitz war auch die einst bedeutendste Ost-West-Verbindung Europas, die Via Regia. Ihre Hauptroute führt quer durch Sachsen und durch die Lausitzer Städte Görlitz, Bautzen und Kamenz.

Die deutsch-polnische Grenzstadt Görlitz gehört heute zu den schönsten in Europa. Da sie vom Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont blieb, können die Besucher in Görlitz noch heute durch eine prächtige Kulisse wunderschöner mittelalterlicher Türme, spätgotischer Arkaden, stattlicher Renaissance-Bürgerhäuser nahe der Neiße und ausgedehnten Gründerzeitvierteln bummeln.

Als Stadt der Türme ist dagegen das schöne Bautzen bekannt. Neben der Ortenburg erheben sich hier mittelalterliche Türme und Basteien auf einem Felsplateau, um das sich in einem Tal die noch junge Spree windet.

Daneben lockt die Oberlausitz auch mit einer vielseitigen Landschaft. So ist zum Beispiel das Zittauer Gebirge im Winter nicht nur ein Eldorado für Skifahrer, sondern lädt im Sommer auch zu ausgedehnten Wanderungen ein.