Die Falkenschlucht und andere Überraschungen rund um den Gohrisch

9,09 km lang
Rundweg
Schwierigkeit: mittel
Kondition: mittel
Tolles Panorama
Wandern
  • 2:40 h
  • 9,09 km
  • 227 m
  • 227 m
  • 215 m
  • 442 m
  • 227 m
  • Start: Kurort Gohrisch / Parkplatz Neue Hauptstraße
  • Ziel: Kurort Gohrisch / Parkplatz Neue Hauptstraße
Auf das Felsplateau des Gohrischs gelangen wir durch die enge Falkenschlucht, oben belohnen uns zwei wunderbare Aussichten für die Mühen des Aufstiegs! Beim zweiten Teil der Wanderung geht es etwas gemütlicher zu, dabei gibt es Überraschendes in Bodennähe zu entdecken. 

Kurort Gohrisch – ehem. Gärtnerei – Oberer Rundweg – Onkel Pauls Bank – Falkenschlucht – Gohrischstein – Ostabstieg – Specksteinstollen – Galgenschänke – Alte Jäke – Waldfriedhof – Lindenweg – Hörnelweg – Folgenweg – Kurort Gohrisch

Gut zu wissen

Wegebeläge

Straße (1%)
Asphalt (13%)
Schotter (11%)
Weg (23%)
Pfad (52%)

Beste Jahreszeit

geeignet
wetterabhängig

Wegbeschreibung

Vom Kurort Gohrisch aus wandern wir den Stillen Grund (Markierung gelber Punkt, Oberer Rundweg) entlang und an den Gewächshäusern der ehemaligen Gärtnerei (jetzt Biwakplatz Forststeig) vorbei. Wir bleiben weiter auf dem nach rechts abbiegenden Oberen Rundweg (Markierung gelber Punkt) und kommen zu der ersten kleinen Aussicht „Onkel Pauls Bank“. Von hier hat man einen wunderbaren Blick zum Lilienstein.

Kurz darauf stoßen wir auf den Malerweg, dem wir nach links abbiegend folgen. Am Fuße des Gohrischs können wir zwischen zwei verschiedenen Aufstiegen wählen. Der Aufstieg durch die Falkenschlucht führt durch eine enge Felsschlucht, bei der man etwas Klettergeschick benötigt. Bei der zweiten Variante bleibt man auf dem Malerweg. Oben angekommen wollen wir zuerst zur Wetterfahnenaussicht. Dafür geht es auf dem Felsplateau einen kleinen Weg nach links, zwischen Felsen hindurch und an einer kurzen mit einer Eisenkette gesicherten Passage nach oben.

Den gleichen Weg wieder zurück und weiter über den Gohrisch kommen wir zur Pavillonaussicht. Nach dem Ostabstieg zum Sattel zwischen dem Gohrisch und Papststein stoßen wir auf den Specksteinstollen, der mit dem Basaltbruch in Verbindung steht. In unmittelbaren Grenzbereich von Sandstein und Basalt befindet sich eine Lage von Brauneisen sowie eine Lage von zersetztem Basalt, der als „Speckstein“ bezeichnet wird. Das Alter des Stollens ist nicht genau bekannt. Ältere Überlieferungen nennen die Grube bereits 1583 „Hülffe Gottes“ am Gohrisch. Der Chronist Wilhelm Leberecht Götzinger gibt an, dass der Specksteinstollen um 1750 auf der Suche nach Steinkohle angelegt wurde. Es ist bis heute ungeklärt, ob der Stollen ursprünglich dem Abbau des Specksteins diente, oder ob er tatsächlich Kohlevorkommen (durch Treibholz im Sandstein entstanden) erschließen sollte. Seit den 1990er Jahren dient der Stollen als Winterquartier für Fledermäuse.

An der Galgenschänke überqueren wir die Straße. Gleich nach dem Parkplatz biegen wir scharf nach links ab auf den Wanderweg Alte Jäke. Es geht steil hinab ins Tal, wir überqueren erneut die Schandauer Straße am Ortsanfang vom Kurort Gohrisch, laufen am Waldfriedhof vorbei und geradeaus bis zum Sportplatz. Nach links geht es auf dem Lindenweg bis zum Hörnelweg. Nun folgen wir der Markierung gelber Punkt in Richtung Hörnelteich (Findling aus der Eiszeit). Weiter geht es auf dem Weg um die Folgenfelder, am Caravan-Platz vorbei, bis zum Ausgangspunkt der Wanderung in Gohrisch.

Der Name des Dorfs „Gohrisch“ ist abgeleitet vom alten slawischen Wort gora, was so viel bedeutet wie „Berg“. Erste urkundliche Erwähnung war 1437 als Gorusch und ein Jahr später als Gorisch. Es blieb über Jahrhunderte ein sehr kleines Dorf, denn es gab auf den Ebenheiten nur begrenzte Möglichkeiten, um Felder anzulegen. Vor 200 Jahren lebten in 20 Bauernhäusern nur ca. 100 Leute. Erst durch die Entwicklung des Tourismus blühte der Ort auf und durfte sich bald Höhenluftkurort nennen. Im Jahr 1910 wohnten bereits ca. 700 Personen in Gohrisch. Seit 1936 darf er den Titel „Kurort“ tragen.

Toureigenschaften

  • Einkehrmöglichkeit

  • Gipfel

  • Kulturell interessant

  • Rundweg

Anreise & Parken

Gohrisch erreicht man von Königstein und Bad Schandau aus auf direktem Weg über die Gohrischer Straße bzw. Rietzschgrundstraße
Wanderparkplatz Neue Hauptstraße in Gohrisch (gebührenpflichtig, etwa 20 Plätze)
Wanderbus Linie 244 vom Nationalparkbahnhof Bad Schandau (S-Bahn S1) oder von Königstein aus in Richtung Papstdorf/Cunnersdorf bis Haltestelle Gohrisch/Parkplatz

Weitere Infos / Links

Autor:in

Amrei Voigt (NLPFV)

Unser Tipp

Auf dem Rundweg um die Folgenfelder kommt man an einem Arboretum vorbei, das die „Bäume des Jahres“ zum Thema hat. Zudem verläuft ein Teil der Tour auf dem Bodenlehrpfad Sächsische Schweiz.

Sicherheitshinweise

Diese Tour ist erst für Kinder ab Schulalter zu empfehlen und eignet sich nur für Hunde, wenn man die Besteigung des Gohrischs weglässt. Es gibt vom Fuße des Gohrischs einen Rundweg zum Sattel/Parkplatz. Dort trifft man wieder auf die Route, die vom Gipfel kommt.

Beim Aufsteig auf den Gohrisch durch die Falkenschlucht benötigt man etwas Klettergeschick und sollte keine Platzangst haben!

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