Drei auf einen Streich
- 3:55 h
- 11,94 km
- 403 m
- 403 m
- 204 m
- 413 m
- 209 m
- Start: Bushaltestelle Eiche, Hohnstein
- Ziel: Bushaltestelle Eiche, Hohnstein
Hohnstein/Bushaltestelle „Eiche“ bzw. Parkplatz – Napoleonschanze – Tiefer Grund – Waitzdorfer Höhe (414m) – Waitzdorfer Schänke – Dorfgrund – Tiefer Grund – Brandstufen – Brandaussicht – Hohnstein
Gut zu wissen
Wegebeläge
Beste Jahreszeit
Wegbeschreibung
Schon beim Aufstieg können wir den Lilienstein und die Festung Königstein erkennen, an der höchsten Stelle der Napoleonschanze heben sich außerdem der Rauenstein, die Bärensteine und die Bastei deutlich am Horizont ab. Die Napoleonschanze (auch „Schanzenberg“) ist ein bis zu 4 Meter hoher künstlicher Erdwall, der 1813 von den Einwohnern des Amtes Hohnstein-Lohmen unter schwierigsten Bedingungen angelegt werden musste, um die Napoleonstraße von der Festung Königstein zur Burg Stolpen zu sichern. Einen Tag nach Fertigstellung bezog die französische Armee die Stellung. Es folgten verlustreiche Schlachten auf beiden Seiten der Kriegsgegner. Nachdem sich Österreich im August 1813 mit den Russen und Preußen gegen die französischen und sächsischen Truppen verbündete, wurde die Niederlage Napoleons mit der Völkerschlacht bei Leipzig besiegelt.
Nach der Besichtigung dieses geschichtsträchtigen Orts wandern wir rechts abzweigend über die Wiese bergab und wenden uns kurz vor der Waldgrenze nach links. Der Weg führt in den Wald, am nächsten Wegweiser gehen wir nach links in Richtung Waitzdorf und folgen der Markierung grüner Strich (Ringflügelweg). Während des Wanderns lässt sich gut die natürliche Verjüngung des Waldes in Form von nachwachsenden, noch jungen Buchen und Fichten erkennen, die ihre durch Borkenkäferbefall abgestorbenen Vorgänger ersetzen. An der nächsten Kreuzung halten wir uns geradeaus (gelber Strich) in Richtung Waitzdorf. Der Brandweg führt uns in sanften Serpentinen hinab ins Tal des Tiefen Grunds.
Wir queren die Straße und folgen dem Holländerweg hinauf nach Waitzdorf, wo uns ein landwirtschaftlicher Duft in die Nase weht – in der Umgebung des 50 Einwohner umfassenden Waldhufendorfs weiden Galloways, Schafe, Pferde und Ziegen. Wir unternehmen nun einen Abstecher auf die Waitzdorfer Höhe (414 m), wofür wir an der zweiten Sitzbank auf den Leichenweg nach links abzweigen. Oben angekommen, lädt eine Sitzgruppe zur Rast ein. Außerdem zeigt uns eine Tafel, welche Berge man in der Ferne erblicken kann. Besonders eindrucksvoll ist der imposante Lilienstein mit der markanten Westkante, aber auch die Zschirnsteine, die Laasensteine, Kohlbornstein, Kleinhennersdorfer Stein, Gohrisch und Papststein heben sich deutlich ab. Der Schneeberg bildet mit 722 Höhenmetern die höchste Erhebung am Horizont. Der Abstieg führt an der Wiese entlang, wodurch sich der Blick zur Schrammsteinkette eröffnet.
Zurück auf dem Holländerweg biegen wir links ab. Bald erreichen wir die Bushaltestelle Holländerweg und biegen nach rechts in die Straße „Am Dorfgrund“ ab (Malerweg). Die Waitzdorfer Schänke lädt zur Einkehr ein. Kurz nach dem kleinen Teich biegen wir nach links in den Dorfgrund ab, der uns über Stufen hinunter in den Tiefen Grund führt. Wir laufen die Straße ca. 300 Meter bergab, bevor es über die Brandstufen (rechts, blauer und roter Strich, Malerweg) steil hinauf zum „Balkon der Sächsischen Schweiz“ – der Brandaussicht – geht. Von der exponierten Aussichtsfläche kann man einen Panoramablick von den Schrammsteinen im Osten bis nach Rathen im Westen genießen! Die Brand-Baude bietet eine weitere Einkehrmöglichkeit.
Am Brand bietet sich ein Besuch der Nationalpark-Infostelle Blockhaus Brand an. Interessante Informationen zu dargestellten Bergen, Gewässern und Sehenswürdigkeiten sind via interaktiver Bildschirmpräsentationen abrufbar. Des Weiteren können Sie sich über das Polenztal und seine Besonderheiten informieren. Die „Kinderecke“ der Ausstellung lockt mit einem Streifzug durch die Vogelwelt. Wie sehr auch unsere heimischen Vogelarten an ganz bestimmte Lebensräume gebunden sind, erfahren Kinder hier spielerisch am Bildschirm und anhand von Tierpräparaten.
Für den kurzen Rückweg nach Hohnstein folgen wir der Brandstraße bis zur Abzweigung grüner Strich, hier biegen wir nach links ab, kommen später an einem kleinen Teich vorbei und treffen nach einigen Minuten auf den Weg mit der roten-Strich-Markierung. Hier geht es nach rechts. An der nächsten Wegkreuzung gehen wir geradeaus weiter und kommen bald wieder in Hohnstein an. Über die Brand- und Max-Jacob-Straße kommen wir zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung - Hohnstein Eiche.
[GPS aktualisiert 2026]
Toureigenschaften
Einkehrmöglichkeit
Gipfel
Kulturell interessant
Rundweg
Tour mit Hund
Ausrüstung
Anreise & Parken
Weitere Infos / Links
Website der Brand-Baude: https://www.brand-baude.de/
- Alle Regeln im Nationalpark
- Tipps zum sicheren Wandern in der Sächsischen Schweiz, erstellt in Zusammenarbeit mit der Bergwacht
- Hinweise zum Umgang mit Totholz für Wanderungen besonders durch abgestorbene Fichtenbestände
Autor:in
Amrei Voigt (NLPFV)
Unser Tipp
Sicherheitshinweise
Bitte beachten: Der Großteil der Tour verläuft im Nationalpark Sächsische Schweiz. Hier dürfen die Wege nicht verlassen werden und Hunde müssen stets angeleint bleiben. In der Kernzone (erkennbar an Schildern im Gelände) dürfen nur markierte Wege benutzt werden. Bei Zuwiderhandlungen können Geldbußen ausgesprochen werden.
Weitere Informationen über den Nationalpark, zum Beispiel über die dort geltenden Regeln und über die Wegemarkierungen, können Sie auf der Nationalpark-Internetseite beziehen.
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