Auf den Spuren Caspar David Friedrichs - Teil 2: Entlang des Malerweges vom Kurort Rathen über Hohnstein und das Polenztal bis nach Porschdorf

15,75 km lang
Schwierigkeit: schwer
Kondition: schwer
Tolles Panorama
Wandern
  • 5:25 h
  • 15,75 km
  • 541 m
  • 521 m
  • 121 m
  • 347 m
  • 226 m
  • Start: Kurort Rathen
  • Ziel: Bad Schandau

Kurort Rathen - Amselgrund - Felsenbühne Rathen - Amselsee - Amselfall - Rathewalde - Querweg - Hocksteinparkplatz - Hockstein - Wolfsschlucht - Polenztal - Lehrpfad »Schindergraben« - Hohnstein - Brand-Aussicht - Tiefer Grund - Porschdorf

Gut zu wissen

Wegebeläge

Straße (3%)
Asphalt (17%)
Schotter (15%)
Weg (22%)
Pfad (44%)

Beste Jahreszeit

geeignet
wetterabhängig

Wegbeschreibung

Im Kurort Rathen führt der Weg in den Amselgrund. Es geht vorbei am Aufgang zur Felsenbühne Rathen, zum Amselsee, dem Amselfalll und weiter bis nach Rathewalde. Hinter dem Dorf verläuft der Weg parallel zur Straße Richtung Hocksteinparkplatz. Vom Hockstein ist auf der anderen Seite des Polenztals bereits Hohnstein zu sehen. Dorthin gelangen Sie über die Stufen durch die enge Wolfsschlucht hinab, ein Stück die Polenz entlang und den wildromantischen Schindergraben wieder hinauf. Nach einem Besuch der Burg Hohnstein geht es zunächst wieder bergab in den Bärengarten. Von dem einstigen Tiergarten sind nur noch fotogene Mauerreste vorhanden. Weiter führt der Waldwanderweg über den Halbenweg und den Räumichtweg in Richtung Brandaussicht. Die Aussicht vom Brandmassiv über das Polenztal gehört zu den berühmtesten der Region. Vom Brand geht es über 800 Treppenstufen in den Tiefen Grund hinab. Dort verlassen wir für heute den Malerweg und folgen dem Lachsbach bis zur Elbe Richtung Bad Schandau.

Im Juli des Jahres 1800 begab sich Caspar David Friedrich auf eine mehrtägige Wanderung in die Sächsische Schweiz, genauer gesagt in die Region rund um Hohnstein. Friedrich startete seine Tour in Dresden und übernachtete vermutlich in Lohmen, bevor er seinen Weg Richtung Hohnstein fortsetzte. Auf seinem Weg passierte er die Hocksteinschänke und wanderte hinab ins Polenztal, wo er an der alten Polenzbrücke nach rechts abbog und dem Bachlauf folgte. Das Tal wurde hier immer wilder und unzugänglicher, jedoch schreckte dies Friedrich nicht ab, seine ersten Sandsteinformationen zu zeichnen. Auf diesen Zeichnungen hat er das Datum 7. Juli 1800 festgehalten.

Am folgenden Tag fertigte er eine Skizze der Burg Hohnstein an und erkundete den Schindergraben, wo er die "Ruine im Schinderloch" zeichnete, einen bemerkenswerten Mauerdurchbruch, der auch heute noch zu sehen ist. Am 9. Juli begab sich Friedrich in die Umgebung von Hohnstein und es ist anzunehmen, dass er auch den Hockstein und die Brand-Aussicht besuchte. Schließlich endete seine Wanderung am 10. Juli im Fischerdorf Prossen. Dort wo der Lachsbach in  die Elbe mündet, zeigt sich der Lilienstein von einer eher unbekannten Seite. Auf einem von ihm angefertigten Skizzenblatt sind der dominante Lilienstein und die Festung Königstein von ihm festgehalten

Während dieser vier Tage sammelte Friedrich zahlreiche interessante Motive. Der Natur- und Landschaftsraum rund um Hohnstein hat bis heute viel von seiner ursprünglichen Schönheit bewahrt.

Toureigenschaften

  • Einkehrmöglichkeit

Anreise & Parken

Anreise mit dem ÖPNV: 

S-Bahn S1 (Meißen - Schöna) bis Kurort Rathen

anschließend übersetzen mit der Fähre auf die andere Elbseite (diese Fähre ist nicht in der Gästekarte mobil enthalten!)

Abreise mit dem ÖPNV:

S-Bahn S1 ab dem Nationalparkbahnhof Bad Schandau

Vorteile mit der Gästekarte mobil

Autor:in

Nicole Hesse

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