Durch einsame Wälder zu felsigen Aussichtskanzeln

14,22 km lang
Rundweg
Schwierigkeit: schwer
Kondition: schwer
Tolles Panorama
Wandern
  • 4:15 h
  • 14,22 km
  • 489 m
  • 489 m
  • 244 m
  • 463 m
  • 219 m
  • Start: Bushaltestelle Cunnersdorf Schmiede
  • Ziel: Bushaltestelle Cunnersdorf Schmiede
Wer Ruhe und Einsamkeit sucht, wird sie auf dieser Wanderung finden! Sie führt auf drei der kleinsten Tafelberge. Von den felsigen Aussichtskanzeln bietet sich ein wunderbarer Blick über die ausgedehnten Wälder zu den Tafelbergen der Sächsischen Schweiz.

Cunnersdorf – Spitzer Stein (Spitzstein) – Neuteich – Lampertstein – Neuteich – Pechloch – Katzstein – Signal – Cunnersdorf 

 

Gut zu wissen

Wegebeläge

Straße (3%)
Asphalt (8%)
Schotter (16%)
Weg (36%)
Pfad (37%)

Beste Jahreszeit

geeignet
wetterabhängig

Wegbeschreibung

Die Besiedlung der meisten Orte der Sächsischen Schweiz fand im 12. Jahrhundert statt. Siedler aus Niedersachsen, Thüringen und Franken machten sich auf den Weg und gründeten auch den Ort Cunnersdorf. Man kann davon ausgehen, dass der Locator mit Namen Konrad hieß. Daraus hat sich der Ortsname „Kunradsdorf“ (1379) und „Connersdorffe“ (1539) zu Cunnersdorf entwickelt. 

Von der Bushaltestelle in der Cunnersdorfer Straße biegen wir in die Alte Rosenthaler Straße ab und folgen der Markierung gelber Strich in Richtung Bielatal/Spitzstein. (Nicht verwirren lassen: Der Stein wird sowohl als Spitzstein als auch als Spitzer Stein bezeichnet.) Nachdem wir die Häuser von Cunnersdorf hinter uns gelassen haben, geht die Straße in einen Feldweg und später in einen Waldweg über. Die letzten Meter auf den Spitzen Stein steigen wir steile Stufen nach oben, um schließlich über eine Eisenleiter auf den 410 m hohen Felsen zu gelangen.

Die Erschließung des Spitzen Steins mit einfachen Holzleitern erfolgte 1885. Erst ca. 100 Jahre später wurden die eiserne Steiganlage und das Geländer gebaut. Von hier hat man einen wunderbaren Rundblick auf die Tafelberge der Sächsischen Schweiz.

Nach diesem Abstecher wandern wir weiter entlang der Markierung gelber Strich zum Spitzsteinbiwak und auf den Wurzelweg. Jetzt muss man aufpassen, dass man ca. 400 Meter nach dem Spitzsteinbiwak den Abzweig auf einen kleinen Pfad nach rechts nicht verfehlt! Am Abzweig findet man einen Pfahl mit der Forststeigmarkierung (gelber senkrechter Strich). Dem Forststeig folgen wir zum Neuteich und dann weiter in Richtung Lampertstein. Die Promenade schlängelt sich unter den Felswänden entlang, bis wir die Stufen auf den Lampertstein erreichen und nach rechts bis zur Aussicht gehen.

Der Lampertstein ist laut einer älteren Überlieferung nach seinem früheren Besitzer benannt. Von hier kann man zum Königstein, Lilienstein, Pfaffenstein, Gohrisch, Papststein, Falkenstein, zu den Schrammsteinen und bis zum Großen Winterberg blicken.

Als Rückweg wählen wir den Kammweg, nehmen die Aussicht „Schneeberger Blick mit und verlassen nach ca. 200 m den Forststeig. Ein kleiner Pfad biegt scharf nach links ab und wir folgen der Markierung gelber Strich Richtung Katzstein. Wieder angekommen auf der „Promenade“ geht es denselben Weg in Richtung Neuteich zurück. Vom Neuteich aus wandern wir rechts den Pechweg (asphaltierter Forstweg) bergauf, bis wir den breiten Wurzelweg (gelber Strich) kreuzen. Dort steht ein überdachter Rastplatz. Weiter geht es geradeaus auf dem Wanderweg „Pechlochweg“. Je höher wir kommen, desto kleiner und steiler wird dieser Pfad. Auf dem Wegweiser steht „Anschluss (grüner Punkt) zum Katzstein und Signal“. Angekommen auf dem Mäusebornweg (grüner Punkt) biegen wir nach links ab, dann kommt die Forststeig-Markierung wieder dazu und wir wandern, den Zeichen des Forststeigs folgend, an der nächsten Kreuzung rechts und weiter zum Katzstein (Eisenleiter zur Aussicht) und zum Signal.

Man vermutet, dass hier einst das Revier zahlreicher Wildkatzen war. Das letzte Exemplar wurde in diesem Gebiet unweit der Grenze 1809 erlegt. Eine steile Leiter (nur für Schwindelfreie) führt auf den schmalen Felsen (474 m) des Katzsteins. Bei klarer Sicht kann man die weit entfernten Berge Unger und Tanzplan erblicken, etwas näher den Kohlbornstein, die Laasensteine, die Schrammsteine, den Winterberg, den Zirkelstein und die Kaiserkrone und ganz nah den Kleinen und Großen Zschirnstein.

Das Signal ist die Aussicht an der Nordseite des Katzsteinmassives. Der Punkt hatte eine wichtige Funktion, denn es war ein Beobachtungsposten der Königlichen Forstverwaltung auf mögliche Waldbrände.

Nach dem Abstieg vom Signal treffen wir wieder an einer Sitzgruppe auf die Markierung grüner Punkt. Dem Spitzsteinweg folgen wir nach rechts bis zur Kreuzung mit der Winterleitenstraße. Von hier wandern links wir auf der Winterleitenstraße (Markierung roter Strich) bis nach Cunnersdorf zum Ausgangspunkt zurück.

Toureigenschaften

  • Gipfel

  • Rundweg

  • Tour mit Hund

Anreise & Parken

Sehr wenige Parkplätze (ca. 8) gegenüber der Cunnersdorfer Kirche (kostenfrei): Zum Ausgangspunkt der Wanderung geht man zur Kreuzung Cunnersdorfer Straße und dort nach links. Nach wenigen Metern ist man an den Wegweisern angekommen.

Wanderbus 244b ab Königstein oder 244a ab Nationalparkbahnhof Bad Schandau in Richtung Cunnersdorf bis Haltestelle Schmiede/ Cunnersdorf

Weitere Infos / Links

Die Tour liegt im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz. Weitere Infos zum Landschaftsschutzgebiet und zu den dort geltenden Regeln finden Sie auf der Website der Nationalpark- und Forstverwaltung. 

Infos zum Waldbad Cunnersdorf (Ein Besuch im Waldbad lässt sich gut mit der Tour verknüpfen, jedoch bleibt in der Saison 2026 das Waldbad wegen Baumaßnahmen geschlossen und ist daher in der Tourbeschreibung nicht enthalten.)

Autor:in

Amrei Voigt (NLPFV)

Unser Tipp

Die Tour lässt sich leicht auf ca. 9 km abkürzen, indem man den Lampertstein weglässt und direkt am Neuteich abbiegt in Richtung Katzstein und Signal.

Sicherheitshinweise

Die Tour ist für größere, lauffreudige Kinder geeignet. Aufgrund der vielen teils steilen Treppen (oft mit Metallgitterstufen) eignet sie sich eher nicht für Hunde, wenn diese nicht getragen werden können.

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