© Kenny Scholz

Carl Maria von Weber

in der Sächsischen Schweiz

Die Sächsische Schweiz war für Carl Maria von Weber ein Ort der Inspiration und künstlerischen Begegnung mit der Natur. Seine Tagebücher belegen Aufenthalte an der Bastei, im Uttewalder Grund, im Amselgrund, im Liebethaler Grund sowie am Kuhstall. Die wilde Schönheit der Felsen, Schluchten und Wälder fand ihren Widerhall in der romantischen Klangsprache seines „Freischütz“, dessen berühmte Wolfsschlucht-Szene von der Atmosphäre dieser Landschaft geprägt ist. Bis heute lebt dieses Werk auf der Felsenbühne Rathen fort, wo die Natur selbst zur Kulisse wird.

Felsformationen umgeben von Bäumen und Nebel, mit einem blauen Himmel im Hintergrund.
© Rico Richter
„Das Anschauen einer Gegend ist mir die Aufführung eines Musikstücks.”
Carl Maria von Weber
Sonnenaufgang über einer felsigen Landschaft mit Bäumen und einem weiten Blick auf das Tal.
© Kenny Scholz

Bastei

Die Bastei, mit ihrem spektakulären Blick auf das Elbtal und den bizarren Sandsteinfelsen, zählt zu den markantesten Aussichtspunkten der Sächsischen Schweiz. Carl Maria von Weber besuchte diesen Ort mehrfach – vermerkt etwa in seinen Tagebüchern von 1818, 1822 und 1823. Die schroffen Felsformationen und tiefen Schluchten der Bastei spiegeln die dramatische Romantik seines „Freischütz“ wider und bieten bis heute dieselbe inspirierende Naturkulisse, die auch Weber so sehr faszinierte.

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Schmale Schlucht mit grünen Wänden aus Pflanzen und einem kieseligen Boden.
© Philipp Zieger

Uttewalder Felsentor

Das Uttewalder Felsentor gehört zu den sagenumwobensten Orten der Sächsischen Schweiz. Enge Schluchten, bemooste Felswände und geheimnisvolle Schattenräume prägen eine Landschaft, die wie geschaffen scheint für die Fantasie der Romantik. Carl Maria von Weber durchwanderte den Uttewalder Grund 1818 und hielt diese Tour in seinem Tagebuch fest. Die mystische Atmosphäre des Felsentors erinnert unweigerlich an die Wolfsschlucht-Szene seines „Freischütz“, in der Natur und Übernatürliches untrennbar verschmelzen. Wer hier wandert, erlebt dieselbe Faszination, die Weber zu seiner Musik inspirierte.

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Wanderer steht am Ufer eines klaren Baches, umgeben von dichtem, grünem Wald und Sonnenstrahlen.
© Sebastian Thiel

Liebethaler Grund

Am 15. August 1824 unternahm Carl Maria von Weber einen Ausflug zur Mühle im Liebethaler Grund – ein Besuch, der in seinen Tagebüchern vermerkt ist. Das enge Tal mit seinen Felswänden und der rauschenden Wesenitz bot dem Komponisten eine eindrucksvolle Kulisse, die dem romantischen Geist seiner Musik entsprach. Hier verband sich für Weber die Ursprünglichkeit der Natur mit der stillen Abgeschiedenheit eines Rückzugsortes. Im Liebethaler Grund erinnert heute das größte Richard-Wagner-Denkmal der Welt an einen weiteren großen Komponisten. Wagner verehrte Weber zutiefst und sah in ihm den Wegbereiter seiner eigenen Kunst. So begegnen sich im Liebethaler Grund Natur und Musikgeschichte auf einzigartige Weise – mit zwei Namen, die die deutsche Romantik entscheidend geprägt haben.

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Blick aus einer Höhle auf eine Landschaft mit Bäumen und einem Berg im Hintergrund.
© parallel dream / #367068297 / stock.adobe.com

Kuhstall

Der Kuhstall, das größte Felsentor der Sächsischen Schweiz, war schon früh ein beliebtes Ausflugsziel der Romantik. Auch Carl Maria von Weber zog es hierher: Zwischen 1817 und 1825 verewigte er sich im Fremdenbuch des Kuhstalls – ein direkter Beleg für seinen Aufenthalt an diesem eindrucksvollen Ort. Die gewaltige Felsöffnung, die den Blick in die weite Landschaft freigibt, steht sinnbildlich für jene Verbindung von Naturgewalt und Geheimnis, die auch in Webers Musik spürbar wird.

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Freiluftbühne in einer natürlichen Umgebung mit vielen Zuschauern und einer großen Felswand im Hintergrund.
© Michael Schmidt

Felsenbühne Rathen

1822 führte Carl Maria von Weber ein Ausflug durch den Amselgrund. Nur wenige Schritte entfernt liegt die Felsenbühne Rathen, eine der eindrucksvollsten Naturbühnen Europas. Seit vielen Jahrzehnten wird hier der „Freischütz“ in einer Kulisse aufgeführt, die wie geschaffen scheint für Webers romantische Klangwelt.

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Veranstaltungshöhepunkte 2026

Zwei Personen stehen vor einer Felswand und interagieren mit einem Instrument.
© Martin Förster

Der Freischütz auf der Felsenbühne Rathen

Die Felsenbühne Rathen gilt als eine der eindrucksvollsten Naturbühnen Europas – und ist eng mit Carl Maria von Weber verbunden. Besonders seine Oper „Der Freischütz“, die als Inbegriff der romantischen deutschen Oper gilt, wird hier seit Jahrzehnten aufgeführt. Die wilde Felslandschaft und die geheimnisvollen Wälder rund um Rathen bilden dabei eine perfekte Kulisse für die Wolfsschlucht-Szene, die wie für diesen Ort geschaffen scheint.

Historisches Gebäude mit rotem Dach, umgeben von Wasser und Bäumen, im Hintergrund blauer Himmel.
© Anna Meurer

Richard-Wagner-Stätten Graupa

Richard Wagner verehrte Carl Maria von Weber zeitlebens als einen seiner großen Vorbilder. Besonders Webers Oper „Der Freischütz“ beeindruckte Wagner tief – er sah in ihr den Beginn einer eigenständigen deutschen Operntradition. Wagner griff Webers romantische Klangsprache, die Verbindung von Natur, Volkssagen und Musik auf und entwickelte daraus seinen eigenen Musik-Stil weiter. Graupa bieten Wohnhaus und Jagdschloss eindrucksvolle Einblicke in das Leben, das Werk und die Klangwelt Richard Wagners.

Tipp: Die Richard-Wagner-Stätten Graupa erinnern mit zwei sommerlichen Freiluftveranstaltungen am Jagdschloss daran, dass der Meister ein großer Verehrer der Kunst Webers war. Die traditionelle Wagnerwiese, ein musikalisches Familienpicknick, das auch Laienkünstler und -ensembles mitgestalten, wird dafür zur WagnerWeberWiese - Termin: 7. Juni 2026. 

Auch die Richard-Wagner-Spiele stehen 2026 im Zeichen des Weberjahres.

Wanderungen und Veranstaltungen

auf den Spuren von Carl Maria von Weber