Die Tour startet am Bahnhof in Wehlen. Wir setzen mit der Fähre auf die andere Elbseite der Stadt Wehlen über, queren den Marktplatz rechtshaltend und steigen mit dem Malerweg über den Schlossberg zur Burgruine Wehlen hinauf. Tafeln informieren über die Geschichte der Burg und der Ausblick über Elbtal und Stadt ist lohnenswert.
Wir steigen auf der anderen Seite wieder von der Ruine ab und folgen neben dem Malerweg jetzt auch der Markierung roter Punkt in den Wehlener Grund. Schnell liegt der Ort hinter uns. Nach einigen Minuten zweigt links der Anliegerstraße ein schmaler Wanderweg ab, auf den wir ausweichen können, um nicht auf der Straße zu wandern. Er verläuft parallel zur Straße und endet an einer großen Kreuzung. Hier halten wir uns weiter den roten Punkt in Richtung Steinerner Tisch – Bastei. Der breite Weg, auf dem wir nun wandern, dient auch als Radroute durch den Nationalpark. Nach wenigen Minuten biegt links der Uttewalder Grund ab, wir halten uns weiter geradeaus und befinden uns nun im Zscherregrund.
Der heimliche, stille Höhepunkt der Wanderung sind diese typischen, U-förmigen Gründe. Wir wandern durch Sandsteinschluchten mit fast senkrechten Felswänden. Kühle Feuchtigkeit hüllt uns ein, ein Paradies für Moose, Farne und Flechten. Die Nuancen der Farbe Grün und die Formenvielfalt sind besonders in der Vegetationsperiode überwältigend. (Mindestens) 452 Moos- und 367 Flechten-Arten gedeihen in der Sächsischen Schweiz. Ein Reichtum der besonderen Art mit Fokus im Detail! Im Zscherregrund ist außerdem auch die geologische Geschichte des Elbsandsteingebirges besonders deutlich sichtbar: Direkt am Wanderweg befindet sich ein sogenannter Strudeltopf, ein Relikt der Eiszeit.
An der nächsten Kreuzung verlassen wir die Radroute und biegen rechts in den Höllengrund ab, weiterhin in Richtung Steinerner Tisch. Der Höllengrund führt uns bergauf, oben geht es kurz links, dann gleich wieder rechts auf dem Fremdenweg, bis wir am Steinernen Tisch ankommen. Das gleichnamige Objekt hatte einst Kurfürst August der Starke errichten lassen, um hier anlässlich einer Jagd zu speisen. Am Imbiss vorbei (weiterhin auf und dem roten Punkt) gelangen wir über den Fremdenweg zur Bastei. Fast 200 Meter senkrecht über der Elbe liegt die wohl bekannteste Brücke Deutschlands – die Basteibrücke. Die berühmteste Sehenswürdigkeit des Elbsandsteingebirges ist ein Besuchermagnet. 1851 wurde die steinerne Brücke gebaut, vorher war das zerklüftete Felsriff durch eine Holzbrücke zugänglich. Wir können uns an den verschiedenen Aussichtspunkten auf und neben der Brücke satt sehen, bevor wir zum Steinernen Tisch zurück wandern und dort mit dem Malerweg links abbiegen (Wegweiser: Schwarzberggrund – Stadt Wehlen). Wir folgen dem Malerweg durch den Schwarzberggrund bergab, nach einem kurzen Abschnitt mit Stufen haben wir schon fast wieder Stadt Wehlen erreicht. Im Ort angekommen folgen wir nur noch der Elbe zur Fähre, die uns zum Ausgangspunkt zurückbringt.