Auf dieser Etappe jagt ein Highlight das andere: Über den letzten der Tafelberge, den Lilienstein als Wahrzeichen des Nationalparks, geht es in den schönen Kurort Rathen, hinauf zur Bastei, hinunter in die Schwedenlöcher, mit Schlenker über Hohburkersdorf und Zeschnig wieder hinauf zum Hockstein, hinunter durch die Wolfsschlucht ins Polenztal, und endlich durch den Schindergraben wieder hinauf. Heute werden Höhenmeter und herrliche Aussichten gesammelt. Es zeigt sich auch die lange zurückliegende touristische Erschließung der Sächsischen Schweiz: Viele der Wege, die wir heute gehen, werden schon seit über 150 Jahren genutzt, die Brücke am Hockstein ist mit Baujahr 1821 eine der ältesten in der Sächsischen Schweiz. Die Reste der Wehranlage auf dem Hockstein sind sogar mittelalterlich, ebenso die Felsenburg Neurathen (letzere ist jedoch aus Sicherheitsgründen geschlossen). In der Burgstadt Hohnstein geht es ebenfalls mittelalterlich weiter.
Wir starten mit der Fährfahrt von Königstein an das rechtselbische Ufer der Elbe. Dort biegen wir erst rechts, dann direkt wieder links ab und gelangen so bergauf an der "Luxusboofe" vorbei in den Königsteiner Ortsteil Ebenheit. Rechts abbiegend führt ein kurzes Wegstück gemächlich durch Wiesen, bis uns der Südaufstieg auf den Lilienstein wieder fordert. Nun befinden wir uns im Nationalpark Sächsische Schweiz. Auf dem Plateau des Liliensteins sorgt eine Felsgaststätte für das leibliche Wohl des Wanderers.
Hinunter geht es über den Nordabstieg, welcher uns über kurze Leiterabschnitte wieder zum Fuß des Liliensteins bringt. Wir folgen dem Kirchweg und halten uns später links in den Lottersteig, dem wir zur Elbe und dann ihr weiter in den Kurort Rathen folgen. Im Kurort Rathen folgen wir den Wegweisern zur Bastei. Gegenüber dem Hotel Amselgrundschlösschen führt der Wanderweg bergan zur weltberühmten Basteibrücke und den umliegenden Aussichtspunkten. Die Basteiaussicht bietet einen wunderschönen Ausblick ins Elbtal.
Wir verlassen das Basteigebiet und folgen der Basteistraße bis zum Parkplatz. Hier biegen wir nach rechts ab und halten uns an der nächsten größeren Wegkreuzung ebenfalls rechts. Dem Gansweg folgend erreichen wir die Felsenschlucht Schwedenlöcher und tauchen in die Kernzone des Nationalparks ein. Vor dem Abstieg empfiehlt sich ein kurzer Abstecher zur Pavillonaussicht, welche uns die Basteibrücke aus einer ganz anderen Perspektive zeigt.
Durch die Schwedenlöcher führen uns über 600 gut ausgebaute Stufen talwärts. Im Amselgrund angekommen biegen wir nach links ab und folgen dem Weg bergan am Amselfall vorbei nach Rathewalde. Den Ort durchqueren wir geradeaus, gelangen schließlich mit Zwischenstation am Hohburkersdorfer Rundblick nach Hohburkersdorf und biegen dort im Ort rechts nach Zeschnig ab. Der Weg trifft auf den Hohburkersdorfer Bach und macht eine scharfe Biegung nach rechts, bevor er uns nach Zeschnig bringt. Den Ort durchqueren wir wieder geradeaus, stoßen kurz darauf auf die Straße und folgen dieser linkshaltend. Wir passieren die Hocksteinschänke und erreichen in der nächsten Kurve der Straße den Hocksteinparkplatz, wo wir die Straße wieder verlassen können. Der Wanderweg bringt uns nun zum Hockstein mit einer schönen Aussicht ins Polenztal.
Durch die Wolfsschlucht erreichen wir über gut ausgebaute Stufen das eben von oben betrachtete Polenztal, wo wir nach rechts abbiegen, dem Polenztalweg ein kurzes Stück folgen, hinter dem Gasthaus Zum Polenztal nach links die Brücke überqueren und durch den malerischen Schindergraben nach Hohnstein aufsteigen. In Hohnstein besteht die Möglichkeit zur Übernachtung.