Am Kurpark in Ostrau startet die Tour. Wer mag, kann sich hier am Proviantomat noch eine kleine Stärkung für unterwegs kaufen, dann geht es ein kurzes Stück die Straße entlang. Wir folgen dem "Grünen Punkt" bis zu einer Kreuzung neben der Straße, wo unser Weg nach links abbiegt (Wegweiser: Rundweg Emmabank). Relativ eben geht es nun auf dem Emmabankweg durch einen schönen Laubwald mit alten Buchen und Eichen, eine davon ist sogar ein Naturdenkmal. Schon nach kurzer Zeit gelangen wir an die Emmabank, wo ein schöner Blick über den Zahnsgrund in das Elbtal und bis zu den Schrammsteinen wartet.
Von hier bleiben wir auf dem "TK 7", einem der Terrainkurwege von Bad Schandau, den wir allerdings in entgegengesetzter Richtung wandern. Immer am Waldrand und an Gartengrundstücken entlang bleiben wir auf dem schmalen Pfad, lassen rechts das Meergründel liegen und biegen am nächsten großen Wegweiser nach rechts in Richtung Lattengrund - Schrammsteine ab (Markierung "Blauer Strich"). Auf Treppenstufen geht es durch eine kleine Schlucht, das Klüftel, das uns einen Vorgeschmack auf den weiteren Verlauf der Tour gibt: Mit Moos und Farn bewachsene Sandsteinfelsen säumen den Weg.
Dem "Blauen Strich" folgen wir hinunter in den Zahnsgrund, überqueren die Straße und steigen auf der anderen Seite in den Lattengrund ein. Der Lattengrund ist ein enges Tälchen, begrenzt mit Felswänden und üppigem Grün. Oben, an einer Gabelung, halten wir uns links und gehen bis zur großen Nationalpark-Informationstafel. Von hier folgen wir der Markierung zum Großen Schrammtor, welches wir auf sandigem Pfad durchschreiten (hier befinden wir uns auch auf dem Malerweg). Das Große Schrammtor ist einer der mächtigen Einschnitte in die Schrammsteine. Der Wanderweg führt eng zwischen erodierten Sandstein-Felswänden hindurch.
Nach kurzer Zeit treffen wir auf den Wildschützensteig, der links abbiegt. Der Wildschützensteig ist eine mit Metalltreppen, Leitern, Holzbohlen und Geländern versicherte Stiege durch eine feuchtkühle Schlucht, die uns fast bis nach oben zur Schrammsteinaussicht führt. Nach dem Aufstieg halten wir uns links und wandern über weitere Treppen zur Schrammsteinaussicht. Sie liegt exponiert auf den stark zerklüfteten Schrammsteinen und bietet einen herrlichen Rundum-Blick in die Felsenwelt.
Zurück von der Aussicht lassen wir den Wildschützensteig rechts liegen und wandern bis zum nächsten nach links abzweigenden Weg, dem Mittelwinkel (Markierung "Grüner Punkt"). Wir steigen hier über steile Treppen und Leitern ab. Unten an der nächsten großen Wegkreuzung biegen wir links ab in Richtung Schrammtor. Auf dem breiten Weg erhaschen wir noch einmal Blicke auf die Schrammsteinkette von unten. An der nächsten Kreuzung angekommen biegen wir rechts ab, kurz danach links, nun immer mit dem "Grünen Punkt", der uns den Weg durch den Schießgrund nach Ostrau weist.
Bei unserem Abstieg durch den Schießgrund lohnt sich ein Blick nach oben an die Felsen, hier sind deutlich Eisenbänder im Sandstein sichtbar. Unten angekommen überqueren wir erneut die Straße; wer in der Schrammsteinbaude einkehren oder abkürzen und dort in den Bus einsteigen möchte, biegt hier links ab. Zurück nach Ostrau geht es über den "Zschiehädelweg", der direkt gegenüber des Schießgrunds geradeaus und bald über Stufen bergan führt, teils mit einer Kette gesichert. Oben angekommen stoßen wir auf die Falkensteinstraße, auf der anderen Straßenseite befindet sich ein Fußweg, dem wir nach links folgen, bis wir an der ersten Kreuzung im Ort noch einmal links abbiegen und die Bushaltestelle am Kurpark schon sehen.