Drehort Elbsandsteingebirge - Eine Kulisse wie gemalt

Dreh im Labyrinth Langenhennersdorf

Das Elbsandsteingebirge ist auch in Hollywood sehr beliebt. 

Hanna alias Kate Winslet kontrolliert die Fahrscheine in einer alten Straßenbahn. Die Szene aus Stephen Daldrys Film „Der Vorleser“ (2008) wirkt fern – und ist doch so nah. Denn in der Kirnitzschtalbahn kann man ihr auf einer Fahrt von Bad Schandau bis zum Beuthenfall leibhaftig näher kommen. Gedreht wurde die Szene im Kirnitzschtal, wo die alte Bahn bis heute durch das idyllische Tal rattert. Ihre Waggons (im Film der MAN-Zug Triebwagen 5 + Beiwagen 12, Baujahr 1928) zeugen von einer anderen Zeit – und sind nicht die einzigen Sehenswürdigkeiten, die in der Sächsischen Schweiz schon zu Filmkulissen wurden.

 

Szenen für rund 70 Produktionen werden in der Nationalparkregion jedes Jahr gedreht. Neben Dokumentationen und Fernsehbeiträgen handelt es sich dabei zwei- bis dreimal im Jahr auch um Spielfilme. So standen vor den beeindruckenden Naturkulissen bereits Weltstars wie Brad Pitt, Tom Hanks, Halle Berry und Til Schweiger vor der Kamera.

 

Brad Pitt spielte hier gemeinsam mit Christoph Waltz unter der Regie von Quentin Tarantino für „Inglourious Basterds“. Tom Hanks und Halle Berry für „cloud atlas“ – eine Großproduktion von Filmemachern aus Deutschland, den USA, Hong Kong und Singapur. Aufnahmen für den vielfach preisgekrönten Disneyfilm „Der König von Narnia“ entstanden unter anderem am berühmten Prebischtor im böhmischen Teil des Elbsandsteingebirges. Und mit „Witch Hunters“ wurde unlängst eine moderne und sehr freie Adaption von „Hänsel und Gretel“ mit Ex-Bondgirl Gemma Arterton auch in der Sächsischen Schweiz realisiert.

 

„Wenn die Dreharbeiten mit dem Naturschutz vereinbar sind, werden sie unterstützt“

„Die Sächsische Schweiz ist vor allem deshalb als Drehort beliebt, weil es keine hohen Bauwerke und Industriebauten gibt, die hier den Landschaftseindruck stören könnten“, sagt Jens Posthoff, der als Mitarbeiter der Nationalparkwacht im Staatsbetrieb Sachsenforst alle Anfragen der Filmemacher bearbeitet. „Wenn die Dreharbeiten mit den Zielen des Naturschutzes vereinbar sind, werden sie unterstützt“, so Posthoff. Gedreht werden darf allerdings nicht an Wochenenden und Feiertagen, auch sollten Touristen und Bergsteiger von den Filmproduktionen möglichst nicht eingeschränkt werden – schließlich ist das unmittelbare Naturerlebnis am Ende doch noch schöner als im Film.

 

 Hier erfahrt Ihr die Drehorte von fünf Hollywood-Blockbuster.


"Das kalte Herz": unsere jüngste Produktion kam Ende 2016 in die Kinos

Große Teile des Kinofilms "Das kalte Herz" wurde in den Wäldern um Leupoldishain (bei Königstein) und im Labyrinth Langenhennersdorf gedreht.

Die Story: Der mittellose Peter sucht aus Liebe zu der schönen Lisbeth, die aus gutem Hause stammt, einen Weg, um reich zu werden. In seiner Verzweiflung lässt er sich auf einen Pakt mit dem teuflischen Holländer-Michel ein, der ihm anstelle seines Herzens einen Stein in die Brust setzt. Befreit von jeglichem Mitgefühl gelangt Peter schnell zu Reichtum und Ansehen. Doch Lisbeth erkennt ihren einst so gutmütigen Peter in dem skrupellosen Geschäftsmann nicht mehr wieder und stellt sich gegen ihn. Um Lisbeth zurückzugewinnen, muss Peter um sein Herz kämpfen.

Frisches Moos
Milan Peschel,Frederick Lau, Johannes Naber, David Schütter
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