20 Jahre Malerweg - 2006 - 2026
- Der Malerweg gestern und heute
- Kunst und Natur
- Fotowettbewerb: Lichtblicke am Malerweg
- Wettbewerb: Malerweg-Bushaltestellen werden zum Hingucker
- Vielfältige Erlebnisse für Alle
- Die 20 schönsten Orte auf dem Malerweg
- Der Malerweg und die Böhmische Schweiz
- Der Malerweg im Winter
- Wegweisend im Ehrenamt: mit Herz, Hand und Weitblick
- Barrierefreie Touren auf dem Malerweg, Angebote, Veranstaltungen und Erlebnisse zum Jubiläum
Zwischen den weiten Tälern und schroffen Felsen des Elbsandsteingebirges zog es einst Maler, Dichter und Komponisten genau dorthin, wo die Landschaft ihre größte Anziehungskraft entfaltete. Ihre Werke hinterließen Spuren – nicht auf Stein, sondern in der Vorstellungskraft, inspiriert von einer gemeinsamen Route: dem Malerweg. Dieser Pfad, den schon viele Künstler wanderten, machte die Region zwischen Pirna und dem Großen Winterberg weithin bekannt. 2006 - also vor genau 20 Jahren - wurde der Malerweg mit Unterstützung zahlreicher Partner aus der Region, aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Heute folgt er weitgehend dem historischen Verlauf und lädt dazu ein, die Schönheit der Sächsischen Schweiz mit den Augen der Romantiker zu entdecken.
„Ich hatte eine fantastische Woche auf dem Malerweg und die feste Unterkunft, von mir vorab skeptisch betrachtet, hatte mehrere enorme Vorteile. Die Gästekarte mobil war der Knaller und der Schlüssel zu dieser Art, zu wandern. Die Verbindungen waren fast immer reibungslos, die Internetauskunft immer verfügbar, die Haltestellen gut aufzufinden. Mir ist auch aufgefallen, dass in den Bussen die Ansagen mit den Haltestellen übereinstimmten, für ortsunkundige Touris für die Orientierung von großer Bedeutung. Nur von Weißig hatte ich keine Möglichkeit, am Feiertag und am Samstag zu fahren oder dahin zu kommen. So bin ich weitergelaufen bis Rathen und am nächsten Tag wieder aufgestiegen.”
Der Malerweg gestern und heute
Die Geburtsstunde des heutigen Malerweg ist der 10. Juni 2006. Manuel Andrack, damals bekannt als Co-Moderator und Sidekick von Entertainer Harald Schmidt, schwärmte in seinem Buch "Du musst wandern" von der Sächsischen Schweiz und war Botschafter des neu entstanden Malerweg. Es dauerte nicht lange und der Malerweg wurde ein Magnet für Wanderer aus nah und fern. So wundert es nicht, dass er bereits ein Jahr nach der offziellen Eröffnung, bei der Publikumswahl "Wanderziel des Jahres" 2007, schon den 2. Platz erreichte, zeugt von der Wanderqualität und dem einzigartigen Naturerlebnis.
Bis heute, 20 Jahre später, ist der Malerweg das Wanderhighlight der Region und hat nicht an Attraktivität verloren. Ganz im Gegenteil: Bei der Publikumswahl "Deutschlands schönster Wanderweg 2023" erhielt der Malerweg den 3. Platz. Zu verdanken ist diese beachtliche Leistung zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, wie zum Beispiel Wegewarten, die regelmäßig die Wege und Beschilderungen prüfen. Ein weiterer klarer Pluspunkt: Mit der Gästekarte mobil sind die Start- und Zielpunkte der Etappen für Wanderer ohne zusätzliche Kosten per Bus und Bahn erreichbar. Das ermöglicht eine zentrale Unterkunftswahl und schont zugleich die Natur. Denn nicht das Ziel ist von Bedeutung, sondern der Weg dorthin...und der Malerweg ist ein besonders schöner.
„Mit Hilfe eurer Homepage malerweg.de plante ich unsere Wanderung entlang des Malerweges. Sehr hilfreich erwiesen sich vor allem die gpx-Tracks der einzelnen Touren, die die Orientierung bereits im Vorfeld erleichterte. Wir mussten feststellen, dass der Malerweg in der Natur hervorragend markiert ist und so leicht zu finden ist. Wir freuten uns, dass wir Übernachtungsmöglichkeiten auch nur für eine Nacht finden konnten. Der Gepäcktransport über Bag&Bike klappte hervorragend. Die Tage in der Sächsichen Schweiz werden uns in sehr guter Erinnerung bleiben. ”
Kunst und Natur
Seit Mitte des 18. Jahrhunderts ist die Sächsische Schweiz mit ihrer unvergleichlichen Landschaft ein beliebtes Ziel für Maler. Den Anfang machte Johann Alexander Thiele, Maler am Dresdner Hof von August III. und Gründer der Kunsthochschule Dresden. Seine Epoche des Barocks wurde im 19. Jahrhundert von der Romantik abgelöst, bei der Gefühl und Leidenschaft dominierten. In der deutschen Malerei verkörperte dies keiner so gut wie Caspar David Friedrich, der zahlreiche Bilder in der Sächsischen Schweiz malte.
Dies sind nur zwei der vielen Künstler, die im 18. und 19. Jahrhundert auf bestimmten Routen durch das Elbsandsteingebirge zogen und sich immer wieder neu inspirieren ließen. Mit dem Bau der Eisenbahn und dem Aufkommen neuer Stilrichtungen gerieten diese Routen allmählich in Vergessenheit, ehe sie im 20. Jahrhundert zunächst als Malerstraße und später als Historischer Malerweg neu belebt wurde.
Heute finden Wanderer auf dem Malerweg Informationsstelen aus Glas, die berühmte Gemälde und Skizzen historischer Künstler zeigen. Sie laden dazu ein, die Kunstwerke mit dem heutigen Blick auf die Natur zu vergleichen. Auch für moderne Künstler bleibt der Malerweg eine wichtige Inspirationsquelle mit Ausstellungen und Malkursen.
Fotowettbewerb: Lichtblicke am Malerweg
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Malerwegs wird ein Fotowettbewerb mit zwei Themen/Kategorien durchgeführt: „Der Malerweg im Wechsel der Jahreszeiten“ sowie „Historische Malerblicke – gestern & heute“. Der Wettbewerb lädt dazu ein, die Landschaft am Malerweg fotografisch zu entdecken. Sowohl in ihrer jahreszeitlichen Vielfalt als auch im Dialog mit historischen Bildauffassungen.
Die Prämierung der von der Jury ausgewählten Arbeiten wird im Rahmen der 10. Globetrotter Wandertage, am 19. September 2026, stattfinden. Darüber wird es im Anschluss eine Ausstellung der prämierten Fotografien im NationalparkZentrum Bad Schandau geben.
Der Fotowettbewerb richtet sich an alle Fotografie-begeisterten und Malerwegswanderer mit Fotografiefable.
Wettbewerb: Malerweg-Bushaltestellen werden zum Hingucker
Das Regionalmanagement Sächsische Schweiz des Vereins „Landschaf(f)t Zukunft“ ruft, in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V., zu einem kreativen Wettbewerb auf: „20 Jahre Malerweg – Wir machen unsere Bushaltestellen zum Hingucker!“ Gesucht werden kreative Ideen, Entwürfe und Konzepte zur Gestaltung und Verschönerung von Bushaltestellen entlang des Malerwegs in der LEADER-Region Sächsische Schweiz.
Mit dieser Aktion soll das Jubiläum des beliebten Wanderweges auch im öffentlichen Raum sichtbar gemacht werden – an den Stellen, an denen Einheimische und Gäste täglich ein- und aussteigen sowie verweilen.
Ob künstlerische Gestaltungen, informative Tafeln, landschaftlich inspirierte Kreationen, kreative Mitmachaktionen – gefragt sind nachhaltige, originelle und ortsbezogene Beiträge, die die Schönheit der Sächsischen Schweiz sowie die Bedeutung des Malerwegs widerspiegeln. Eine Jury wird die besten Ideen auswählen, die anschließend mit Unterstützung der Initiatoren prämiert werden.
Vielfältige Erlebnisse für alle
Der Malerweg eignet sich für mehrtägige Wanderungen, Tagesausflüge und Winterspaziergänge. Viele Abschnitte sind barrierefrei und bieten inklusives Naturerlebnis. Die kostenlose TRACK App Malerweg ermöglicht ein immersives Wandererlebnis. Im September kann der Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“ beim traditionellen Bergsingen auf der 6. Etappe, am Kleinhennersdorfer Stein erlebt werden.
Die 20 schönsten Orte auf dem Malerweg
Der Malerweg und die Böhmische Schweiz
Der heutige Malerweg orientiert sich weitgehend am historischen Verlauf – und genau hier beginnt der besonders spannende Teil: Früher führte die Route nämlich noch weiter, über die Landesgrenze hinaus. Auf dem damaligen „Fremdenweg“ wanderten Maler und frühe Reisende von der Sächsischen Schweiz über den Kleinen und Großen Winterberg hinüber zum Prebischtor (Pravčická brána) in der Böhmischen Schweiz. Anschließend stiegen sie nach Herrnskretschen (Hřensko) ab und fuhren elbabwärts per Boot zurück – mit eindrucksvollen Stopps, zum Beispiel am Lilienstein und an der Festung Königstein.
Heute liegt zwischen dem Großen Winterberg und dem Prebischtor die Kernzone der Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz – ein besonders sensibles, streng geschütztes Naturgebiet, das Respekt und Rücksicht verdient.
Umso schöner und wie bestellt für das Malerweg-Jubiläum 2026: Nach Abschluss der 5. Etappe ist es jetzt wieder möglich, von Schmilka aus eine Tagestour zum Prebischtor zu unternehmen – über den neu angelegten grenzüberschreitenden Wanderweg zwischen Schmilka und Herrnskretschen (Hřensko). Damit wird der historische Malerweg auf neue Weise wieder lebendig.
Tipp: Am besten gleich zwei Nächte in Schmilka einplanen. So bleibt genügend Zeit, den historischen Abstecher bis zum Prebischtor entspannt zu erwandern – und den Abend danach ganz in Ruhe in Schmilka ausklingen zu lassen.
Der Malerweg im Winter
Ob der Malerweg im Winter begehbar ist, hängt von der Wetterlage ab. Der höchste Berg auf dem Malerweg nennt sich Großer Winterberg. Auch wenn der Name so klingt, mit 556 Metern Höhe gibt es im Winter nicht unbedingt eine Schneegarantie. Als Faustregel gilt: wenn in Deutschland flächendeckend Schnee liegt, dann auch auf dem Malerweg.
Grundsätzlich sind in der Sächsischen Schweiz alle Wanderwege ganzjährig begehbar. Vorsicht ist bei hohem Schnee, Schneeverwehungen und Glatteis geboten. Das Aktivzentrum Bad Schandau verkauft Grödel (Anti-RutschSpikes), Wanderschuhe, Rucksäcke und weiteres Equipment. Perfekt, um ein Malerweg-Abenteuer im Winter zu starten.
Malerweg im Winter zu herausfordend? Dann empfehlen wir, passend zum Jubiläum, die 20 schönsten Winter-Spaziergänge auf dem Malerweg. Die Sammlung enthält herrliche Kurztouren entlang der Route. Mit Längen zwischen ca. 2 und 7 Kilometern sowie Gehzeiten von maximal 2:45 Stunden führen die Spaziergänge direkt zu den Highlights der einzelnen Tagesetappen.
Wegweisend im Ehrenamt: mit Herz, Hand und Weitblick
Die Sächsische Schweiz verdankt ihren besonderen Charme nicht nur der beeindruckenden Felsenlandschaft, sondern auch den Menschen, die sich mit Hingabe um ihre Wege kümmern: den Orts- und Kreiswegewarten. Sie sind dabei die stillen Helden im Hintergrund. Ehrenamtlich, mit geschultem Blick und großem Verantwortungsgefühl sorgen sie dafür, dass Wanderwege gepflegt und sicher begehbar bleiben.
Gerade der Malerweg könnte außerhalb des Nationalparks ohne ihre tatkräftige Unterstützung nicht in dieser Qualität ausgeschildert werden. Ob bei Wind, Regen oder Sonnenschein – sie sorgen dafür, dass die Wegzeichen stets gut sichtbar bleiben und die Orientierung nie verloren geht. Ihr Engagement verbindet alle wandernden Menschen mit der Landschaft – und verdient unseren größten Respekt und herzlichen Dank.
Ein Wanderschild ist defekt oder fehlt? Markierungen sind verblasst oder Bäume frisch gefällt und keine Markierung mehr zu sehen? Melden Sie dies am besten per E-Mail.





























