Adrian Ludwig Richter

Schmilkaer Mühle, Hasse Sammlung NPV

* 28. September 1803 in Dresden, † 19. Juni 1884 in Loschwitz bei Dresden, gehörte zu den bedeutendsten spätromantischen Künstlern Deutschlands. Schon während der Ausbildung bei seinem Vater zeigte sich sein Talent als Landschaftszeichner. Nach Reisen durch Frankreich und Italien unterrichtete er einige Jahre an der Zeichenschule der Königlichen Porzellan-Manufaktur Meissen und begann 1836 eine Lehrtätigkeit an der Dresdner Kunstakademie. Weithin populär wurde er vor allem durch seine zahlreichen Illustrationsgrafiken, in denen er liebevoll das Leben der einfachen Leute wiedergibt. Der hier abgebildete Kupferstich zeigt Richters Begabung für idyllisch-detailreiche Schilderungen.

TIPP: Die abgebildete Postkarte gibt es als Sammelpostkarte auf der Etappe 5 bei allen Gastgebern die das Zertifikat "Wanderfreundlich am Malerweg" tragen.


Malerweg 5. Etappe: Hier haben Künstler am Malerweg gemalt

Arnstein: Auf dem Arnstein befand sich vor Jahrhunderten eine mittelalterliche Felsenburg, das »Ottendorfer Raubschloss«. Der Reiz des Geheimnisvollen machte ihn zu einem beliebten Motiv der Maler des 19. Jahrhunderts. Von Adrian Zingg und Ludwig Richter wurde die Arnsteinhöhle in Kupferstichen festgehalten.

Kleinstein: Das Motiv der Kleinsteinhöhle wurde von Ludwig Richter zwischen 1816 und 1818 bei seiner Reise durch die Sächsische Schweiz gezeichnet und später als Kupferstich veröffentlicht.

Großer Winterberg: Der Große Winterberg gehörte als exponierter Punkt der Sächsischen Schweiz frühzeitig zu den bevorzugten Zielen der Maler und Naturliebhaber. Auf historischen Darstellungen ist häufig freie, unbewaldete Landschaft zu sehen. Ein Indiz dafür, dass sich das Landschaftsbild dank früher Naturschutzbemühungen mittlerweile von der einst extensiven Waldwirtschaft erholt hat.

Prebischtor: Der Felsbogen steht dramaturgisch perfekt in der Landschaft und scheint wie für Maler gemacht zu sein. Der Zauber dieses Naturwunders ist bis heute ungebrochen.