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title: "🎨 Kunst und Geschichte MALERWEG ELBSANDSTEINGEBIRGE"
url: "https://www.saechsische-schweiz.de/malerweg/kunst-geschichte"
description: "Künstler von gestern und heute prägen nicht umsonst einen der beliebtesten Fernwanderweg Deutschlands. ▶️Hier erfahren Sie mehr über die Maler und Künstler damals und heute."
language: "de"
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**Kunst und Geschichte am Malerweg**
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**Die Sächsische Schweiz und die Maler: Das ist eine spannende Geschichte!** Sie beginnt Mitte des 18. Jahrhunderts mit Johann Alexander Thiele, dem ersten bedeutenden Landschaftsmaler, der sich der Felsenwelt widmet. Auch die Gründung der Kunsthochschule Dresden fällt in diese Zeit. Die merkwürdige Landschaft vor den Toren der Stadt wird zu einem beliebten Studienobjekt. Und das ist sie bis heute geblieben.

Ausstellungen, Künstlerateliers und Schautafeln entlang des Malerwegs laden ein zu einer Reise durch die große kunst- und kulturgeschichtliche Vergangenheit der Region bis in die Gegenwart. Und mit etwas Glück trifft man unterwegs einen zeitgenössischen Landschaftsmaler bei der Arbeit.

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**Wie alles begann.**
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Eine Landschaft wird Pilgerort und Studienobjekt.

 

Eigentlich beginnt die künstlerische Entdeckung des Elbsandsteingebirges bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Schon damals trug Johann Alexander Thiele mit seinen Landschaftsgemälden dazu bei, die Schönheit der malerisch zerklüfteten Landschaft bekannt zu machen.

Ebenso Bernardo Bellotto, berühmt als "Canaletto", der wie Thiele als Hofmaler im Dienste des sächsischen Kurfürsten stand. So richtig in Mode kam die Region als Studienobjekt jedoch erst später im 18. Jahrhundert.

Zunächst kamen die Maler der Dresdner Kunstakademie, darunter die Schweizer Adrian Zingg und Anton Graff, denen vermutlich der Name „Sächsische Schweiz“ für den sächsischen Teil des Elbsandsteingebirges zu verdanken ist. Die Landschaft passte einfach perfekt zum ästhetischen Ideal der Zeit: Das „Erhabene“ und das „Schöne“ – gemäß der damals gängigen ästhetischen Theorien – verschmelzen hier geradezu exemplarisch zum „Pittoresken“.

Die Region wird zu einem Mekka, einem genreübergreifenden Studienobjekt. Caspar David Friedrich, Johann Christian Clausen Dahl, Carl Gustav Carus, Ludwig Richter, Carl-Maria von Weber, Richard Wagner, Mary Shelley, William Turner, Hans Christian Andersen und viele mehr: Die Liste prominenter Besucher der Region liest sich wie das Who-is-Who der europäischen Romantik.

 

- Richter, Ludwig "70 Mahlerische Ansichten 3 Liebethaler Steinbrüche", Kupferstich, 1820
- Stadler, Franz "Liebethaler Grund, Luck-Mühle" im Kupferstich um 1800
- Tromlitz, A aus "Die Sächsische Schweiz ... "Sächsische Schweiz 21 Lochmühle", Stahlstich, sw, Mitte 19. Jh.
- unbekannter Künstler "Uttewalder Grund, Felsentor im", Lithographie, f, G,el, Mitte 19.Jh.
- Zingg, Adrian / C.A. Richter "Wehlen, Wehlstaedtel elbaufwärts" Kupferstich im 1. H. 19. Jh
- unbekannter Künstler "Verbindungsbrücke von Alt- und Neurathen", Aquatinta, sw, um 1840
- Hasse, Christian "Elbsandsteingebirge (Phantasiedarstellung)", Aquarell
- unbekannter Künstler "Bastei-Aussicht", Lithographie, f, G,el, Mitte 19.Jh.
- Capt. Batty / R. Wallis "Hohnstein", Stahlstich, sw, 1825
- unbekannter Künstler "Lichtenhainer Wasserfall, Gasthaus", Lithographie, f, G,el, ca. 1850
- Johann Carl August Richter, "Kuhstall", Kupferstich, altkol., 1.Hälfte 19. Jhd
- Hammer, Christian Gottlob "Prebischtor" Kupferstich, 1. H. 19. Jh.
- Zingg, Adrian / J. Barnes "Lilienstein (Phantasiebild)", Kupferstich 2. H. 18. Jh
- Historisches Bild der Hirschmühle (Hassestiftung)
- Hasse, Ernst "Schandau mit dem Winterberge", Lithographie, s/w, Mitte 19.Jh.
- Arldt, Carl Wilhelm "Königstein Der Königstein", Lithographie, s/w, um 1840
- Unbekannter Künstler Sonnestein, Pirna, Lithographie

 

**Ein Weg entsteht, wird vergessen und wiederentdeckt**
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Bald kristallisieren sich Lieblingspfade heraus. Diese verschmelzen zu einer idealen Route durch die Region. Mit dem Bau der Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts gerät sie in Vergessenheit. Etwa 100 Jahre später gibt es einen ersten Versuch, die historische Route wiederzubeleben. Sie bekommt den Namen Malerstraße, später »Historischer Malerweg«.

Der Tourismusverband knüpft daran an, optimiert die Routenführung und ergänzt einen linkselbischen Teil. So kann 2006 ein Etappenwanderweg eröffnet werden, der mit seinen zahlreichen bewegenden Landschaftseindrücken heutige Besucher ebenso verzaubert, wie einst die Künstler der Romantik: der Malerweg Elbsandsteingebirge. Er beginnt in Pirna-Liebethal, führt durch den Nationalpark bis zur tschechischen Grenze und auf der anderen Elbseite über fünf Tafelberge zurück nach Pirna.

Wegweiser mit der Aufschrift „Malerweg“ oder einem schwungvollen „M“ (schwarz auf weißem Grund) zeigen die Richtung. Ein roter Punkt neben dem „M“ signalisiert, dass man auf der historischen Route wandert. Ursprünglich wurde die Länge des Malerwegs mit 112 Kilometern angegeben. Heute spricht man von 116. Ursache der Differenz sind die Fehlerquellen der verschiedenen analogen und digitalen Erfassungsmethoden. Letztlich dient die Länge ohnehin nur zur Orientierung. Die nützlicheren Richtwerte sind die auf Wegweisern angegebenen durchschnittlichen Gehzeiten.

 

**Kunst unterwegs**
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Schautafeln am Malerweg, eine kostenlose App mit spannenden Details zur Geschichte und andere Angebote erwecken die Kunst zum Leben

 

Malerweg Kunststele in Königstein

### **Kunsthistorische Schautafeln**

**Kunsthistorische Schautafeln**

Am Malerweg Elbsandsteingebirge sind seit 2012 an 18 Standorten entlang des Malerweg Elbsandsteingebirge kunsthistorische Schautafeln zu sehen.

Wo einst berühmte Gemälde, Zeichnungen und Stiche entstanden, werden eben diese Werke gezeigt und erläutert. Das Wandern auf dem Malerweg wird so auch zu einem kulturellen Erlebnis. Jede Tafel zeigt eine besonders bedeutende künstlerische Darstellung des jeweiligen Abschnittes des Wanderweges.

Begleitende Texte auf deutsch, tschechisch und englisch liefern kompakte Hintergrundinformationen.

 

Wizani, Carl August , nach Wagner Gegend von Liebethal, Kupferstich f, 1. Hälfte 19. Jh.

### **Inspirierende Landschaften**

**An diesen Orten entlang des Malerwegs haben die Künstler gemalt.**

- Etappe 1Richter, Ludwig "70 Mahlerische Ansichten 6 Ottowalder Felsenthor", Kupferstich, 1820
    
    **Liebethaler Grund**: Bereits am Ausgangspunkt des Malerwegs entstanden zahlreiche Darstellungen der romantischen Felsenwelt zwischen Liebethal und der einstigen Lochmühle.
    
    **Lohmen**: Das Lohmener Schloss, auf einem schroff abfallenden Felssporn über der Wesenitz gelegen, bot ein beliebtes Motiv für die Maler der Romantik.
    
    **Uttewalder Grund**: Darstellungen des Uttewalder Felsentors markierten Ende des 18. Jahrhunderts einen Umschwung bei der Betrachtung der Landschaft: Entsetzen über die Urgewalt und Bedrohlichkeit der Natur wandelte sich in Entzücken über die malerische Romantik des Werdens und Vergehens. Caspar David Friedrich suchte in der Gegend tagelang die Einsamkeit und skizzierte die Landschaft.
    
    **Wehlen**: Schon immer reizte der idyllische Anblick des Elbstädtchens die Maler. In den historischen, damals noch genutzten, Steinbrüchen am Elbhang fand der Impressionist Robert Sterl zahlreiche Motive.
- Etappe 2Richter, C. A. oder L., Bastei, Neurathener Felsentor, Kupferstich, kol.
    
    **Bastei:** Mit seiner besonders beeindruckenden Landschaft bot das Basteigebiet von jeher eine Fülle von Bildmotiven für Künstler. Auch Caspar David Friedrich verewigte es in einigen seiner Werke.
    
    **Kurort Rathen:** Über das Areal der Rathener Felsenbühne führte vor 200 Jahren ein abenteuerlicher und anstrengender Aufstieg über 487 Stufen durch die Vogeltelle zur Bastei. Zu dieser Gegend gibt es eine Reihe beeindruckender Landschaftsdarstellungen.
    
    **Amselgrund:** Der Amselfall war schon im 19. Jahrhundert ein Touristenmagnet mit der Anziehungskraft des Besonderen. Noch vor einigen Jahren war der künstlich angestaute Wasserfall (Amselfall) gegen einen kleinen Obolus in Aktion zu sehen.
    
    **Wehlgrund:** Die Landschaft des Wehlgrundes, ein Seitental des Amselgrundes, wird vom imposanten Felsgebilde der »Kleinen Gans« beherrscht, von dem zahlreiche Zeichnungen, u. a. von Johann Christian Clausen Dahl, existieren.
- Etappe 3Capt. Batty / R. Wallis "Hohnstein", Stahlstich, sw, 1825
    
    **Hohnstein:** Schon seine Lage verleiht dem Ort Hohnstein einen malerischen Anblick. Die unmittelbare Umgebung der Felsen und tief eingeschnittene Täler zogen die Maler geradezu an. Entsprechend vielgestaltig sind die künstlerischen Zeugnisse; Glanzpunkt ist die eindrucksvolle Burg auf einem Felssporn.
    
    **Brand:** Darstellungen der Brandaussicht existieren unter anderem von Carl August Richter und Adrian Ludwig Richter. In einer nahe gelegenen Grotte kündet eine Inschrift von Moritz August von Thümmel (1738–1817) vom überwältigenden Eindruck, den die Landschaftsszenerie auf den Dichter machte.
    
    **Waitzdorf:** Nach steilem Auf und Ab wird der Wanderer mit einem malerischen Dorf mit originalen Umgebindehäusern und der imponierenden Ochelaussicht belohnt. Der Blick von hier aus diente bis ins 20. Jahrhundert mehrfach als Bildmotiv, u. a. bei Richard Naumann Coschütz.
- Etappe 4unbekannter Künstler "Lichtenhainer Wasserfall, Gasthaus", Lithographie, f, G,el, ca. 1850
    
    **Kirnitzschtal:** Im Kirnitzschtal wechseln sich wilde Felspartien und liebliche Talweitungen mit Wiesen ab. Mehrere Mühlen luden Reisende zur Einkehr ein und entwickelten sich zunehmend zu ansehnlichen Gasthäusern.
    
    **Schrammsteine:** Die Schrammsteine werden oft als Herzstück der Sächsischen Schweiz betrachtet. Vor 200 Jahren hatte man wohl noch übergroßen Respekt vor der schwer zugänglichen Wildheit ihrer Umgebung, denn es gibt vergleichsweise wenige bildnerische Darstellungen dieser Felsformation.
    
    **Lichtenhainer Wasserfall:** Hier staut man seit 1830 ein Bächlein mit einem aufziehbaren Wehr an, sodass sich nach dem Öffnen der Stauanlage ein kräftiger Wasserfall in die Tiefe ergießt. Wer es sich leisten konnte, ließ sich von hier aus mit Lasttieren oder in der Sänfte zum Kuhstall hinauftragen.
    
    **Kuhstallhöhle:** In der gewaltigen Schichtfugenhöhle des Kuhstalls fanden die Maler ein Naturphänomen von größter emotionaler Wirkung auf den Menschen.
- Etappe 5Unbekannter Künstler, Prebischtor von Osten, altkol.
    
    **Arnstein:** Auf dem Arnstein befand sich vor Jahrhunderten eine mittelalterliche Felsenburg, das »Ottendorfer Raubschloss«. Der Reiz des Geheimnisvollen machte ihn zu einem beliebten Motiv der Maler des 19. Jahrhunderts. Von Adrian Zingg und Ludwig Richter wurde die Arnsteinhöhle in Kupferstichen festgehalten.
    
    **Kleinstein:** Das Motiv der Kleinsteinhöhle wurde von Ludwig Richter zwischen 1816 und 1818 bei seiner Reise durch die Sächsische Schweiz gezeichnet und später als Kupferstich veröffentlicht.
    
    **Großer Winterberg:** Der Große Winterberg gehörte als exponierter Punkt der Sächsischen Schweiz frühzeitig zu den bevorzugten Zielen der Maler und Naturliebhaber. Auf historischen Darstellungen ist häufig freie, unbewaldete Landschaft zu sehen. Ein Indiz dafür, dass sich das Landschaftsbild dank früher Naturschutzbemühungen mittlerweile von der einst extensiven Waldwirtschaft erholt hat.
    
    **Prebischtor (Böhmische Schweiz):** Der Felsbogen im tschechischen Teil des Elbsandsteingebirges steht dramaturgisch perfekt in der Landschaft und scheint wie für Maler gemacht zu sein. Der Zauber dieses Naturwunders ist bis heute ungebrochen.
- Etappe 6Caspar David Friedrich Gemälde: Der Wanderer über dem Nebelmeer
    
    **Der historische Malerweg** fand einst am Prebischtor und dem malerischen Grenzort Herrnskretschen (Hřensko) seinen Abschluss, von dort aus fuhren die Künstler mit dem Boot elbabwärts zurück und machten am Lilienstein bzw. an der Festung Königstein nochmals Station. Der heutige Malerweg führt auch auf der linkselbischen Seite entlang, wo sich dem Wanderer gänzlich andere Landschaftsbilder erschließen.
    
    **Krippen:** Hier lohnt sich ein Abstecher zur Elbe, denn der Blick am Fluss ist alt berühmt. Aus der Zeit des dreimonatigen Aufenthalts Caspar David Friedrichs in Krippen blieb u.a. die Zeichnung jenes Felsblocks erhalten, der später Bestandteil seines berühmten Ölgemäldes »Der Wanderer über dem Nebelmeer« wurde. Die Bergmalerin Irmgard Uhlig nannte das Gemälde »Felsenlandschaft im Elbsandsteingebirge« dieses Künstlers übrigens dessen »ausdrucksstärkstes Felsbild«, das »den Höhepunkt der romantischen Landschaftsdarstellung« darstelle.
- Etappe 7Lütke, Ludwig Eduard - Königstein, sw. Lithographie, 1842
    
    **Festung Königstein:** Die imposante Bergfestung auf dem gleichnamigen Tafelberg stand als Motiv schon immer hoch im Kurs. Lange vor Beginn der Romantik sorgten die sächsischen Kurfürsten selbst dafür, dass ihr fortifikatorisches Meisterwerk in Bildern verewigt wurde. So entstanden zahlreiche Zeichnungen, Grafiken und Gemälde der Festung – unter anderem von Bernardo Bellotto (genannt Canaletto) und Adrian Zingg. Mit eigener Sammlung und Sonderausstellungen tritt die Festung Königstein auch als Ort der Kunst in Erscheinung.
    
    **Thürmsdorf:** Zu den fast vergessenen Aussichtspunkten gehört der am ehemaligen Mausoleum der Familie Biedermann in Thürmsdorf, der heutigen Malerwegkapelle. Der Elbbogen mit den Tafelbergen war vor 200 Jahren ein beliebtes Motiv. Es spricht für den Blick der Maler, dass sie das Besondere an dieser unscheinbaren Stelle entdeckten.
- Etappe 8Canaletto (Bernardo Bellotto) Pirna Sonnenstein
    
    **Schloss Sonnenstein**: Das etwa 70 Meter auf einem Felsplateau gelegene Schloss hat seine Ursprünge in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts. Die phantastische Aussicht auf die Stadt und die Elbe lockte die Maler auf die alte Festungsanlage.
    
    **Altstadt von Pirna**: Die Innenstadt blieb über die Jahrhunderte beinahe unverändert erhalten. Überzeugen davon kann man sich bei Betrachtung der Veduten Canalettos.

 

Fotomontage TRACK App Malerweg

### **Tipp 1**

**Digitaler Wanderführer auf dem Malerweg**

Mit TRACK wird Ihr Malerweg-Erlebnis noch intensiver: Erhalten Sie detaillierte Einblicke in Natur, Kultur und Geschichte entlang der aller acht Etappen und entdecken Sie dabei über 100 faszinierende Highlights entlang der Strecke. Mit mehr als 5 Stunden hochwertigem Audiomaterial begleitet Sie TRACK auf 116 Kilometern durch die malerische Sächsische Schweiz – für ein informatives und immersives Wandererlebnis, das Sie mit jedem Schritt noch tiefer in die Landschaft eintauchen lässt.

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Lebendiges Canalettobild

### **Tipp 2** 

**Historisches Canalettobild**

Tipp: Jedes Jahr Ende April trifft darstellende Kunst in Pirna auf historische bildende Kunst! „Der Marktplatz zu Pirna“ – ist die bekanntesten der elf Veduten des königlich-sächsische Hofmaler Bernardo Bellotto (Canaletto).
Dieses Bild wird nachgestellt, denn die Hintergrundkulisse der Pirnaer Altstadt ist fast unverändert. Mit Darstellern, Hunden und Pferden gelingt eine kleine Zeitreise ins Jahr 1750.

 

Robert Sterl Haus Naundorf

### **Tipp 3**

**Robert Sterl Haus**

Die Besonderheit des Robert-Sterl-Hauses, an der 8. Etappe des Malerweg gelegen, liegt darin, dass es eines der wenigen original erhaltenen Künstlerwohnhäuser Deutschlands ist! Im original erhaltenen Wohnhaus des bedeutenden Impressionisten sind neben einer wechselnden Auswahl von Bildern aus dem umfangreichen Nachlass Sterls in Sonderausstellungen auch Werke zeitgenössischer Künstler zu sehen.

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**Kunst damals**
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Seit Mitte des 18. Jahrhunderts ist die Sächsische Schweiz ein beliebtes Ziel für Maler. Bedeutende Künstler haben sich hier inspirieren lassen.

 

Ludwig Richter Brandaussicht, altkol.

### **Von Adrian Zingg über Caspar David Friedrich bis zu Robert Sterl**

**Diese Künstler waren im Elbsandsteingebirge unterwegs.**

Die hier vorgestellten Bilder sind bei den Wanderfreundlichen Gastgebern am Malerweg und in den Informationsstellen entlang der jeweiligen Etappe als Sammelpostkarten gratis erhältlich.

Johann Alexander Thiele, "Die Festung Königstein", Öl auf Leinwand, 1744

Johann Alexander Thiele

Thiele (\*26. März 1685 in Erfurt, † 22. Mai 1752 in Dresden) war zu seiner Zeit hochberühmt und ist heute zu Unrecht weitgehend vergessen. Er war als kursächsischer Hofmaler Augusts III. in Dresden tätig und schuf zahlreiche Ansichten des albertinischen Sachsen, die u. a. das Elbtal zwischen Meißen, Dresden und Pirna bis zur Festung Königstein zeigen.

Als Lehrer begründete er eine reiche Tradition sächsischer Landschaftsmalerei. Das abgebildete Gemälde der Festung Königstein zeigt trotz des noch typisch barocken Reichtums an topografischen und figürlichen Details schon einige Züge romantischer Landschaftsdarstellung.

Bernardo Bellotto, gen. Canaletto, "Der Marktplatz von Pirna", Öl auf Leinwand, 1753/54

Bernardo Bellotto (Canaletto)

Canaletto (\*20. Mai 1722 in Venedig, † 17. Oktober 1780 in Warschau) war der Schüler seines berühmten Onkels Antonio Canal, dessen Namen er übernahm. Er übersiedelte 1745 von Italien nach München, 1746/47 nach Dresden und ging 1759/60 nach Wien. Seine Veduten verbinden malerische Atmosphäre mit genauer Detailschilderung von hohem dokumentarischem Wert. In der Sächsischen Schweiz schuf er eine Serie von Ansichten Pirnas und der Festung Königstein.

Die abgebildete Ansicht des Pirnaer Marktplatzes bezeugt, wie exakt Bellotto die Einzelheiten erfasste. Hierfür nutzte er eine »Camera obscura«, die als Nachbau heute in der Touristinfo besichtigt werden kann.

Adrian Zingg, "Schandau elbabwärts", Kupferstich, sepia, um 1800

Adrian Zingg

Adrian Zingg (\* 15. April 1734 in St. Gallen, † 26. Mai 1816 in Leipzig) erhielt seine künstlerische Ausbildung zuerst bei seinem Vater, dann beim Berliner Vedutenmaler Alberli und später in Paris. Er kam 1766 als kurfürstlicher Hofkupferstecher und Lehrer an die neu gegründete Kunstakademie nach Dresden. Bei Fußwanderungen durch das Elbsandsteingebirge fertigte er zahlreiche Zeichnungen an, nach denen Sepiablätter, Kupferstiche und Radierungen entstanden. Zingg gilt als Wegbereiter der neueren Dresdner Landschaftsmalerei. Der hier abgebildete Sepia-Kupferstich zeigt, wie Zingg einerseits nach topografischer Genauigkeit strebt, doch andererseits Wesenszüge der Objekte und Landschaftselemente in manieristischer Weise überhöht.

Caspar David Friedrich, "Felslandschaft im Elbsandsteingebirge", Öl auf Leinwand, 1822/23

Caspar David Friedrich

Caspar David Friedrich (\* 5. September 1774 in Greifswald; † 7. Mai 1840 in Dresden) ist der wohl bedeutendste Maler der deutschen Romantik. Die Landschaft der Sächsischen Schweiz inspirierte ihn bei seinen Wanderungen zu symbolträchtigen Landschaftsdarstellungen.

Sein bekanntestes Werk, „Der Wanderer über dem Nebelmeer“, gilt als Inbegriff der Romantik. Es entstand im Jahre 1818 und kann heute in der Hamburger Kunsthalle bestaunt werden. Weitere Werke befinden sich in der Gemäldegalerie "Neue meister" in Dresden.

Johann Carl August Richter, "Kuhstall", Kupferstich, altkol., 1.Hälfte 19. Jhd

Johann Carl August Richter

Johann Carl August Richter (\* 29. März 1785 in Dresden, † 1853 in Dresden) war Landschafts- und Architekturzeichner, Maler, Radierer, Kupferstecher und Lithograf. Seine Bildmotive fand er besonders in Sachsen; die meisten seiner detailgetreuen Veduten zeigen Ansichten von Dresden und seiner Umgebung.

Er selbst stach/radierte nur die Umrisslinien und gab Anweisungen, wie darauf spezialisierte Hilfskräfte (wohl meistens Studierende an der Dresdner Kunstakademie oder Meißener Porzellanmaler) ein darüber zu legendes, feines Aquarell auszuführen hatten. Durch die Unterschiede in dieser Ausführung wurde letztlich jedes Blatt ein Unikat. Die kolorierten Ansichten waren vor allem als Mitbringsel für Fremde gedacht.

Ernst Ferdinand Oehme, "Blick auf die Sächische Schweiz", Bleistift, aquarelliert, 1840

Ernst Ferdinand Oehme

Ernst Ferdinand Oehme (\*1797 in Dresden, † 1855 in Dresden) gilt als bedeutender Maler der Spätromantik und war Schüler zweier herausragender Künstler der Romantik, des Norwegers Johann Christian Clausen Dahl und Caspar David Friedrichs.

Mit Ludwig Richter verband ihn eine enge Freundschaft. Er schuf zahlreiche poetische Landschaften mit reizvollen Lichtwirkungen.

Adrian Ludwig Richter, "Schmilkaer Mühle", Kupferstich, 1823

Adrian Ludwig Richter

Adrian Ludwig Richter (\* 28. September 1803 in Dresden, † 19. Juni 1884 in Loschwitz) gehörte zu den bedeutendsten, spätromantischen Künstlern Deutschlands. Schon während der Ausbildung bei seinem Vater zeigte sich sein Talent als Landschaftszeichner. Nach Reisen durch Frankreich und Italien unterrichtete er einige Jahre an der Zeichenschule der Königlichen Porzellan-Manufaktur Meissen und begann 1836 eine Lehrtätigkeit an der Dresdner Kunstakademie.

Weithin populär wurde er vor allem durch seine zahlreichen Illustrationsgrafiken, in denen er liebevoll das Leben der einfachen Leute wiedergibt. Der hier abgebildete Kupferstich zeigt Richters Begabung für idyllisch-detailreiche Schilderungen.

Robert Sterl, "Steinbrecher" 1990/10, Robert-Sterl-Haus Naundorf/Struppen

Robert Sterl

Robert Sterl (\* 23. Juni 1867 in Großdobritz, † 10. Januar 1932 in Naundorf) gilt als bedeutender deutscher Impressionist. Er wirkte ab 1906 als Professor an der Dresdner Kunstakademie und wurde berühmt durch seine Landschaften, Porträts, Steinbrecher- und Dirigentenbilder.

Von 1919 bis zu seinem Tode 1932 bewohnte er ein Wohn- und Atelierhaus in Naundorf. Heute ist es ein faszinierendes Museum, in dem u. a. der Nachlass des Künstlers verwaltet, aufbereitet und teilweise präsentiert wird. Im Gemälde »Steinbrecher« bringt Sterl die Wirkungen von Licht und Farbe in einer dynamischen Komposition eindrucksvoll zur Geltung.

 

Zeitgenössische Künstler am Malerweg
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Auch heute noch ist der Malerweg Inspiration für Künstlerinnen und Künstler der Region.

 

Galeriewerkstatt Ansichtssache Künstlerin Heike Küchler

**Galeriewerkstatt Ansichtssache Pirna**

Galeriewerkstatt Pirna Malerei, Grafik und mehr: Heike Küchler und Claudia Pinkau haben mit ihrer Galeriewerkstatt »Ansichtssache« in Pirna einen Raum für Kunst und Kreativität geschaffen.

Am Kirchplatz 5, neben der Marienkirche, zeigen sie Werke vom Malerweg und geben Kurse zur Landschaftsmalerei. Jeden Freitag von 14 bis 18 Uhr sowie von April bis Dezember auch Samstag von 10 bis 14 Uhr laden sie Interessierte zur offenen Werkstatt ein.

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Künstlerin Anne Kern in ihrem Atelier in Wehlen

**Atelierhaus Stadt Wehlen**

Viele namenhafte Maler haben bereits in und um Stadt Wehlen gewirkt. Eine profilierte Vertreterin der aktuellen Generation hier ansässiger Künstler ist Anne Kern. Ihre vom Sandstein inspirierten Bildwelten schafft und zeigt sie im Atelierhaus “Schöne Aussicht 14". Neben individuellen Besichtigungen nach Vereinbarung bietet sie auch Mal- und Zeichenkurse in der Landschaft an.

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Andrea Molière in ihrem Atelier

**Atelier am Malerweg - molière artdesign**

Besuchen Sie Andrea Molière in ihrem Atelier in Lohmen, direkt am Malerweg und lassen Sie sich von ihrer „individuellen Kunst mit Herz“ verzaubern. Genießen Sie die herrliche Atelier-Aussicht auf das Schloss Lohmen und die romantische Umgebung des Wesenitztals.

Sie wollen selbst kreativ werden? In individuell abgestimmten Einzel – oder Gruppenkursen lädt Andrea Molière in ihr Atelier oder wird mit Ihnen künstlerich aktiv entlang des Malerwegs.

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Künstlerin Yvonne Brückner

**Yvonne Brückner - Zeitgenössische Malerei in Gohrisch**

Yvonne Brückner arbeitet in ihrem Atelier in Gohrisch mit Öl, Acryl und Mischtechniken. Ihre zeitgenössische Malerei verbindet figurative Klarheit mit abstrahierten Elementen und lädt dazu ein, genau hinzusehen. Verschiedene Ausstellungsräumlichkeiten zum Beispiel im Gemeindehaus Gohrisch oder in der YoYo-Kletterhalle zeigen ihre Arbeiten, die erworben werden können.

Am Lindenweg 214 entstehen Unikate in der Sächsischen Schweiz, die Momente, Menschen und das Elbsandsteingebirge zeigen. Bei offenen Ateliertermine und kreativen Angeboten wie Ölmalkurse, Malpartys oder Draußen-Mal-Angeboten können Interessierte Yvonne Brückner beim Arbeiten erleben, mit ihr ins Gespräch kommen oder selbst künstlerisch aktiv werden.

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Hermann Krone Bastei Foto von 1853

**Fotografie am Malerweg**

Eigentlich könnte der Malerweg Elbsandsteingebirge ebenso gut "Fotografenweg Elbsandsteingebirge" heißen. Die unglaubliche Motivdichte macht die Route zu einem Schlaraffenland für Lichtbildner. Gipfel überm Nebelmeer, Krüppelkiefern an Felswänden, Wasserläufe in wildromantischen Schluchten: Was die Maler fasziniert, reizt auch die Fotografen.

Mächtige Tafelberge im Sonnenuntergang, grasgrüne moosbedeckte Steine, einsame Felsnadeln vor atemberaubenden Panoramen: Die malerisch verwitterte Felsenwelt des Elbsandsteingebirges ist ein Füllhorn an spektakulären Motiven.

Die Elbsandsteinfotografie hat Tradition: Die erste Elbsandsteinaufnahme ist fast so alt wie die Fotografie selbst! Geschaffen wurde sie 1853 vom Dresdner Fotopionier Hermann Krone auf der Bastei, einem der beliebtesten Ausflugsziele der Sächsischen Schweiz. Daran erinnert eine Gedenktafel an ebendieser Stelle.

Unheimlich viel hat sich getan in den über 170 Jahren, seitdem er erstmals unter großen Mühen Aufnahmen vom Elbsandsteingebirge gemacht hat. Man zieht heute keine schweren Holzkameras auf Leiterwagen mehr durch den Wald. Was man zum Fotografieren braucht, passt in einen Rucksack oder – bei geringem Anspruch – sogar in die Gesäßtasche.

Geblieben ist die Faszination des Elbsandsteingebirges als Motiv – sowie die Aufgabe des Fotografen, mit geschultem Auge und Kreativität aus der unendlichen Vielfalt der Möglichkeiten genau das eine Bild zu finden. Keine noch so teure Kamera, keine Software kann von dieser Aufgabe entbinden. Und genau das ist das Faszinierende an der Landschaftsfotografie.

Fotografen schöpfen reichlich daraus. Hunderttausende Bilder sind auf Instagram und Facebook zu finden. Und Jahr für Jahr kommen neue Bildbände und Fotokalender vom Elbsandsteingebirge auf den Markt.

 

Waitzdorfer Aussicht

Fotowettbewerb: Lichtblicke am Malerweg

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Malerwegs wurde ein Fotowettbewerb mit zwei Themenkategorien durchgeführt: „Der Malerweg im Wechsel der Jahreszeiten“ sowie „Historische Malerblicke – gestern &amp; heute“.

Der Wettbewerb lud dazu ein, die Landschaft entlang des Malerwegs fotografisch zu entdecken – sowohl in ihrer jahreszeitlichen Vielfalt als auch im Dialog mit historischen Bildauffassungen.

Der Fotowettbewerb richtete sich an alle Fotografiebegeisterten und Malerwegswanderer mit einer Leidenschaft für die Fotografie.

Die Prämierung der von der Jury ausgewählten Arbeiten fand im Rahmen der 10. Globetrotter Wandertage am 19. September 2026 statt. Im Anschluss wurde eine Ausstellung der prämierten Fotografien im NationalparkZentrum Bad Schandau organisiert, die noch bis einschließlich 30. Dezember 2026 zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.

Oder entdecken Sie hier die prämierten Bilder.

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### **Auf den Spuren von Caspar David Friedrich**

**Dem Maler von Rügen bis Dresden folgen**
Die Landschaft auf den Spuren von Caspar David Friedrich erleben heißt: sie mit seinen Augen sehen, mit den Augen des Romantikers. Die Landschaften und Schauplätze, die Friedrich gemalt hat und in denen er lebte, werden in diesem Buch ausführlich vorgestellt: die Türme von Greifswald, die Klosterruine Eldena, die Rügener Kreidefelsen, Dresden und das Elbsandsteingebirge. Obwohl sich inzwischen viel verändert hat, sind die Übereinstimmungen zwischen den Gemälden und der Wirklichkeit oft erstaunlich. Die Landschaft in ihren unterschiedlichen Stimmungen und in wechselnder Beleuchtung löst noch immer die gleiche Empfindung aus wie zu Friedrichs Zeiten.
In seinem von vielen Abbildungen begleiteten Text entwirft Gottfried Sello ein packendes Lebensbild des Malers, der heute zu den beliebtesten deutschen Künstlern gehört. Wer die vorgestellten Kunstwerke im Original sehen möchte, findet am Schluss ein Verzeichnis der Museen, die sie bewahren.

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Titelseite Auf den Spuren von Caspar David Friedrich

### Bergverlag Rother: Dichter-Musiker- &amp; Malerweg

Den Spuren des historischen Malerwegs folgt der »Dichter-Musiker-Malerweg«. Vom historischen »Blauen Wunder« in Dresden bis zum imposanten Prebischtor der Böhmischen Schweiz wandert man hoch über dem Elbtal, an idyllischen Städtchen vorbei, über die luftige Basteibrücke und mitten durch das Herz des sagenhaften Landstriches.
Jede Etappe von Malerweg und Dichter-Musiker-Malerweg verfügt über eine zuverlässige Wegbeschreibung und alle Infos zu Anforderungen, Varianten, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Ergänzt werden sie durch eine Wanderkarte mit Routenverlauf sowie ein aussagekräftiges Höhenprofil. GPS-Daten stehen zum Download zur Verfügung.
Der Wanderführer liefert auch Infos zur Historie und zu Sehenswürdigkeiten. Wochenendwanderer können sich aus beiden Weitwanderwegen die vortrefflichsten Abschnitte herauspicken.

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Titelseite Dichter-Musiker- und Malerweg