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Klettern: Wie alles begann

Geburtsort des Freeclimbing

Elbsandsteingebirge: Schmilka

Geklettert wird in der Sächsischen Schweiz schon lange. Dokumentiert ist das seit etwa 140 Jahren. Als Geburtsstunde des Sächsischen Klettersports gilt vielen der März 1864, als fünf Turner aus Schandau den Falkenstein mit Hilfe von Baumstämmen und Leitern bezwangen. 1874 gelang zwei Bergsteigern aus Pirna die sportliche Bezwingung des Mönchs ohne Hilfsmittel.

1910 wurden schließlich die „Sächsischen Kletterregeln“ erstmals festgeschrieben. Diese gelten seither weitgehend unverändert und beinhalten als wesentlichsten Bestandteil den „Verzicht auf künstliche Hilfsmittel zur Überwindung der Schwerkraft“.Von hier aus ging diese Idee um die Welt. Heute nennt man es Freeclimbing und man praktiziert es in den USA, Australien, Frankreich, Spanien, Thailand und weiteren Ländern der Erde.


Etappen der Erschließung

Herkulessaeulen Elbsandsteingebirge

In der Zeit von 1777 bis 1890 fand die sogenannte Früherschließung des Elbsandsteingebirges statt. Sie war geprägt von Besteigungen mit künstlichen Hilfsmitteln. In den Jahren zwischen 1890 und 1910 folgte die bergsportliche Haupterschließung des Gebietes. Neben der einfachen Kaminkletterei kam nun die Riss- und Wandkletterei hinzu, wodurch zahlreiche neue Wege zu bisher unerschlossenen Gipfeln möglich wurden. Diese Periode brachte Kletterlegenden wie Oscar Schuster, Friedrich Meurer, Albert Kunze, Rudolf Fehrmann, Fritz Wiessner oder Oliver Perry-Smith hervor.

Nach 1912 bis vor den 2. Weltkrieg wurden die Wand- und Rissklettereien noch riskanter und schwieriger und die Kletterer erschlossenen sich dabei nicht nur neue Gipfel, sondern auch schwerere Kletterwege. Deutlich verbesserte Klettertechniken und Sicherungsmethoden führten von etwa 1945 bis etwa 1965 zur sogenannten Resterschließung, welche auch als Vollendung des klassischen Sächsischen Bergsteigens bezeichnet wird.

Fortan erschlossen sich die Klettersportler immer extremere Kletterwege in den Schwierigkeitsbereichen VIII bis XII. Bernd Arnold, Manfred Vogel, Jürgen Höfer und Klaus Schäfer seien stellvertretend für diese Periode genannt. Jüngere bekannte Extremsportler der 90er Jahre sind u.a. Sven Scholz, Uwe Richter oder Gunter Gaebel.

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