Johann Alexander Thiele

Johann Alexander Thiele

Festung Königstein, Hasse Sammlung NPV

*26. März 1685 in Erfurt, † 22. Mai 1752 in Dresden, war zu seiner Zeit hochberühmt und ist heute zu Unrecht weitgehend vergessen. Thiele war von 1738 bis zu seinem Lebensende als kursächsischer Hofmaler Augusts III. in Dresden tätig. Er schuf zahlreiche Ansichten des albertinischen Sachsen, die u. a. das Elbtal zwischen Meißen, Dresden und Pirna bis zur Festung Königstein zeigen. Als Lehrer begründete er eine reiche Tradition sächsischer Landschaftsmalerei. Das abgebildete Gemälde der Festung Königstein zeigt trotz des noch typisch barocken Reichtums an topografischen und figürlichen Details schon einige Züge romantischer Landschaftsdarstellung.

TIPP: Die abgebildete Postkarte gibt es als Sammelpostkarte auf der Etappe 7 bei allen Gastgebern die das Zertifikat "Wanderfreundlich am Malerweg" tragen.


Malerweg 7. Etappe: Hier haben Künstler am Malerweg gemalt

Festung Königstein: Die imposante Bergfestung auf dem gleichnamigen Tafelberg gehörte zu den am frühesten abgebildeten Motiven der Sächsischen Schweiz. Schon lange vor der Zeit der Romantik hatten die sächsischen Kurfürsten selbst ein starkes Interesse daran, dieses fortifikatorische Prunkstück zur Demonstration ihrer Macht in Bildern verewigen zu lassen und so existieren zahlreiche Zeichnungen, Grafiken und Gemälde der Festung – unter anderem von Bernardo Bellotto und Adrian Zingg. Auf der Festung selbst werden in der Magdalenenburg regelmäßig Sonderausstellungen zum Bereich Bildende Kunst geboten.

Thürmsdorf: Zu den heute fast vergessenen Blicken gehört der am Thürmsdorfer Mausoleum. Der Elbbogen mit den Tafelbergen war vor 200 Jahren ein beliebtes Motiv. Es spricht für den Blick der Maler, die das Besondere dieser Stelle entdeckten und gestalteten.