Urlaubsmagazin Sächsische Schweiz 2016 - page 54

Sächsische Schweiz
Ihr Urlaubsmagazin 2016
FERIENABENTEUER
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Zum Hinteren Raubschloss:
Auf zur Räuberfeste
Der Winterstein wird gern auch Hinteres Raubschloss genannt. Er ist ein gi-
gantisches Felsenmassiv, dessen Gipfelplateau sich in 389 Metern Höhe be-
findet. Hier oben thronte eine mittelalterliche Felsenburg und noch heute
kann man Reste von Treppen und Balkenkonstruktionen entdecken. Um sich
auf die Spuren der Räuber und Ritter zu machen und wie Ronja und Birk die
Burg zu erklimmen, muss man trittfest und schwindelfrei sein. Die Schwie-
rigkeiten damals waren dieselben wie heute: Eine hohe Leiter, die frei hän-
gend aus einer Höhle heraus ragt, führt hinauf zum Gipfelplateau. Von der
Neumannmühle im Kirnitzschtal folgt man zuerst reichlich einen Kilometer
dem gelben Strich, dann dem roten bis zum Winterstein.
Dauer: etwa zwei bis drei Stunden
Länge: etwa vier Kilometer
Geeignet für: Kinder ab acht Jahren (anspruchsvoll)
Anreise: siehe Kuhstall, jedoch Linie 241 bis Haltestelle Neumannmühle
Hohnsteiner Kasperpfad:
Seid ihr alle da?
Potz Blitz, der Kasper ist ein Hohnsteiner! Was die berühmteste europäische
Handpuppe mit der verträumten Burgstadt in der Sächsischen Schweiz zu tun
hat, erfährt man vor Ort. Hier ist dem gewitzten Holzkopf nicht nur ein Pup-
penspielhaus und ein Museum, sondern auch ein Wanderweg gewidmet. Der
Hohnsteiner Kasperpfad (roter Punkt) beginnt an der Bushaltestelle Eiche.
Hier liegen an der großen Infotafel Faltblätter bereit. Auf diesen können Kinder
alle Kasperköpfe, die sie unterwegs als Relief an verschiedenen Stationen
entdecken, mit dem Bleistift durchrubbeln. Also: Augen auf! Den Abschluss
bildet die Kasperausstellung in der Touristinformation.
Dauer: etwa eineinhalb Stunden
Länge: etwa zweieinhalb Kilometer
Geeignet für: Kinder ab vier Jahre,
größtenteils kinderwagentauglich, wenige Stufen
Anreise: Bus 236, 237 und 264 bis »Hohnstein Eiche«
Felsenlabyrinth Langenhennersdorf:
Herrliches Wirrwarr!
In einem kleinen Wäldchen, ungefähr fünf Kilometer von der Festung König-
stein entfernt, liegen Felsen so wunderbar verwinkelt und geheimnisvoll über-
und aneinander, dass die Einheimischen den Ort »Das Labyrinth« tauften.
Generationen von Heranwachsenden hatten beim Durchkraxeln des Gewirrs
schon ihren Spaß. Es geht über Leitern und durch enge Felsspalten, Höhlen
und Durchgänge. Vorsicht: Für Erwachsene wird es an einigen Stellen eng.
Zahlen weisen den Weg. Auch der Aufstieg auf das kleine Plateau ist möglich.
Der Weg zum Eingang des Labyrinthes ist gut ausgeschildert.
Dauer: etwa eineinhalb Stunden
Länge: etwa zwei Kilometer
Geeignet für: Kinder ab vier Jahre
Anreise: Buslinie 245 ab Pirna nach Rosenthal bis
»Langenhennersdorf Az Labyrinth«
In und auf dem Kuhstall:
Ausblick ohne Muuuhh
Diese kurze Rundtour beginnt am Lichtenhainer Wasserfall und führt zu einem
der größten Felsentore des Elbsandsteingebirges, dem Kuhstall. Der Name
erinnert daran, dass Bauern hier einst ihr Vieh vor marodierenden Soldaten
versteckten. Auf das Dach des Kuhstalls führt etwas versteckt eine schmale
Eisenstiege, die Himmelsleiter. Der steile Aufstieg wird mit einem Weitblick
über den Zschand belohnt. Noch viel aufregender aber ist das Schneiderloch.
Abenteuerlich geht es auch hier zu. Immer wieder zwängt man sich durch enge
Passagen, bückt sich unter tief vorstehenden Felsnischen hindurch und er-
reicht schließlich das Felsenloch mit verdientem Blick zu den Affensteinen.
Dauer: etwa zwei Stunden
Länge: etwa drei Kilometer
Geeignet für: Kinder ab drei Jahre (ohne Schneiderloch), ab fünf Jahre
(mit Schneiderloch), die Himmelsleiter sollten Kinder nicht allein gehen
Anreise: S-Bahn S1 bis Bad Schandau, Buslinie 241 Richtung
Hinterhermsdorf bis Lichtenhainer Wasserfall
Foto: Marko Förster
Foto: Philipp Zieger
Foto: Mike Jäger
Foto: Bernd Grundmann
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