Urlaubsmagazin Sächsische Schweiz 2016 - page 21

Sächsische Schweiz
Ihr Urlaubsmagazin 2016
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NATURWUNDER
der Poblätzschwände, der auch als »Schmilkscher
Urwald« bezeichnet wird, ist 213 Jahre alt. Diese
sehr alten Buchenwälder gehören zweifellos mit
zu den wertvollsten Buchwäldern Sachsens und
waren sicherlich der Grund hier schon frühzeitig
ein Naturschutzgebiet auszuweisen.
Sumpfporst:
Aromatisches Zauberkraut
Die nordisch-kontinentale (östliche) Moorart, wel-
che in Europa vor allem an das polonisch-baltische
Flachland gebunden ist, geht auch im sudetisch-
herzynischen Gebiet nur wenig ins Bergland. Die
für das Elbsandsteingebirge wesentliche und
charakteristische Art besitzt hier eine weitere
Verbreitung und wächst in einer Höhenlage von
130 bis 450 Meter, von wenigen Ausnahmen abge-
sehen, überwiegend im rechtselbischen Bereich.
So fällt auf, dass der Lauf der Elbe für die Verbrei-
tung der Art historisch eine Bedeutung haben
muss. Die kalkmeidende und bei uns reliktisch
verbreitete Art zeigt eine enge Bindung an die auf
Sandsteinfelsen wachsenden (Relikt-)Kiefernwäl-
der und wächst vorwiegend auf deren nordseitigen
Felssimsen und Bändern auf torfigen und nassen
Rohhumusdecken.
Waldgeißbart:
Schmuck der Schluchten
Der Waldgeißbart ist eine mitteleuropäische Berg-
waldpflanze, in der Sächsischen Schweiz eine cha-
rakterart der Hang-, Block- und Schluchtwälder,
auf nährstoffreichen und humosen Böden. Er ist
eine sehr charakteristische Art für die Sächsische
Schweiz, wo er vor allem an den Fluss- und Bach-
läufen und an quelligen schattigen Standorten im
Wald eine weite Verbreitung besitzt. Er wächst aber
auch in größeren Beständen an Bahndämmen,
Mauern und Straßenrändern und ist an den Nord-
hängen im Elbtal eine häufige Pflanze, meidet
Fotos: Holm Riebe
Sumpfporst
Waldgießbart
Riesenfichte
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