Urlaubsmagazin Sächsische Schweiz 2016 - page 10

Sächsische Schweiz
Ihr Urlaubsmagazin 2016
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NATURWUNDER
Bastei: berühmter Ausblick
Die Bastei
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hält das erste große Panoramaerlebnis am Malerweg bereit.
193 Meter über der Elbe bietet die Basteiaussicht einen atemberaubenden
Weitblick über das linkselbische Gebiet mit seinen berühmten Tafelbergen.
Insbesondere im Morgen- und Abendlicht entfaltet das Panorama seine ganze
Wirkung. Hier nahm der Sächsische-Schweiz-Tourismus mit ein paar schlichten
Hütten vor über 200 Jahren seinen bescheidenen Anfang. Dann ging alles
ganz schnell. Bereits 1822 mutmaßte der Kammerherr carl von Voß: »Kein
Ort der Erde wird wohl so viel besucht, wie dieser.«
Schwedenlöcher: märchenhafter Geheimweg
Einen lauschigen Kontrast zur Weite und Geschäftigkeit der Basteiaussicht
bieten die Schwedenlöcher
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. Dafür weicht man ein wenig von der eigentli-
chen Malerwegsroute ab. Ein schmaler, holpriger Pfad mit Stufen und Brücken
windet sich zwischen kühlen, mitunter eng stehenden Felswänden von der
Basteiebene hinab in Richtung Amselgrund. Schwedenlöcher heißt der Ab-
schnitt, weil sich im Dreißigjährigen Krieg hier Menschen vor Marodeuren aus
dem skandinavischen Königreich versteckten.
Gautschgrotte: Überraschung im Wald
Auch die Gautschgrotte
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unweit der Stadt Hohnstein ist vom Malerweg aus
durch einen kleinen Abstecher zu erreichen. Sie bietet unerwartete land-
schaftliche Dramatik mitten im Wald. Die Formation beeindruckt durch ihre
überwältigende Größe. Aus etwa 20 Metern Höhe tröpfelt Quellwasser von mo-
numentalen Felswänden herab. Nach Regentagen gibt es hier einen rauschen-
den Wasserfall. Und im Winter wächst nicht selten eine gigantische Eissäule.
Brand: unbeschreibliches Panorama
Der Brand
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bietet hoch über dem Polenztal in einer Höhe von 317 Metern
einen traumhaften Panoramablick: Rechts die Bastei, links die Schrammsteine
und dazwischen das Polenztal, dichte Wälder, kahle Felsen und sanfte Hügel.
Im Hintergrund wachen feierlich die Tafelberge. Balkon der Sächsischen
Schweiz wird der Brand aus gutem Grund genannt. »Was man hier mit einem
Male alles übersieht, das kann die stärkste Beredsamkeit so wenig schildern
als die Empfindungen auf der Bastei«, schrieb der Lohmener Pfarrer carl
Heinrich Nicolai 1801 über den Brand.
Foto: Bernd Grundmann
Foto: Bernd Grundmann
Foto: cP Photo Graphic
Foto: Mario Hübner
Foto: Bernd Grundmann
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